Nagelsmann nennt Leverkusen-Unentschieden "vermeidbar" - Süle mit Signal an den BVB

Julian Nagelsmann hadert mit dem1:1 gegen Leverkusen
Julian Nagelsmann hadert mit dem1:1 gegen Leverkusen / Alex Grimm/GettyImages
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Der FC Bayern musste sich beim Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Nach dem Bundesliga-Spitzenspiel haben sich Julian Nagelsmann und Niklas Süle geäußert.


Nach einem guten Start und dem frühen 1:0 durch Niklas Süle schienen die Weichen für den nächsten Erfolg schon gestellt zu sein.

"Die erste halbe Stunde war sehr gut. Wir hatten eine Menge Kontrolle und haben das zweite Tor verpasst. Wir hatten Chancen. Das Tor, das wir kassiert haben, war vermeidbar", analysierte Trainer Julian Nagelsmann den Verlauf.

Mit "vermeidbar" trifft der Bayern-Coach genau den Kern. Tatsächlich war das Eigentor von Thomas Müller vermutlich das unnötigste Gegentor der Saison.

"Die Kommunikation zwischen Thomas und Sven war da, aber ich denke, sie war zu ruhig", versuchte er eine Erklärung für die Szene zu finden. Im Nachgang taten sich die Münchner mit der spielfreudigen und schnellen Bayer-Offensive schwer. "Wir hatten Glück, dass wir nicht noch ein zweites Tor kassiert haben", gestand auch Nagelsmann.

Einen Vorwurf wollte der Trainer dem Unglücksraben Thomas Müller nicht machen, glaubt aber auch nicht daran, dass die Situation in Hinblick auf das Salzburg-Spiel einen Einfluss hat. "Ich glaube nicht, dass Thomas sehr deprimiert ist. Es war unglücklich, das passiert den Besten. Er wird nicht lange traurig sein", ist er überzeugt.

Süle sichert den Bayern einen Punkt und sendet eine Ansage an Dortmund

Für den positiven Moment aus Bayern-Sicht sorgte ausgerechnet Niklas Süle, der die Münchner zwischenzeitlich in Führung brachte und damit seinem neuen Arbeitgeber Borussia Dortmund
nicht gerade einen tollen Dienst gleistet hat.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Süle das jedoch freilich völlig egal. "Ich bin immer noch ein Bayern-Spieler. Es gibt noch zwei große Titel zu gewinnen und ich werde alles dafür geben, dass Dortmund in dieser Saison Zweiter wird", versprach er.

Mit der Abwehrleistung des Teams war er aber nicht ganz zufrieden, nachdem man die "besten 30 Minuten der Saison gespielt" hatte.

"Wir haben innerhalb von fünf Minuten zwei oder drei große Chancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Kontrolle. Aber natürlich wollten wir heute mehr. Das 1:1-Unentschieden ist nicht genug", hielt er fest.

Trotz seines feststehenden Wechsels hat die Leistung von Süle bislang noch nicht gelitten, was offenbar auch am Umgang des Vereins mit dem Spieler liegt.

"Ich werde bis zum letzten Tag alles für diesen Verein geben, hoffentlich mit zwei weiteren Titeln. Daran glaube ich. Ich bin dankbar für die Art und Weise, wie die Menschen hier mit meiner Entscheidung umgehen", äußerte er sich nach dem Abpfiff im Interview mit Sky.

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