Robert Lewandowski

Bayern-Insider exklusiv: So ist die Lage zwischen Bayern und Lewandowski

Dominik Hager
Robert Lewandowski könnte den FC Bayern im Sommer verlassen
Robert Lewandowski könnte den FC Bayern im Sommer verlassen / Matthias Hangst/GettyImages
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Als Bayern-Insider bekannt, ist Christian Falk - Head of Football bei Bild und Sport Bild - bestens über die Geschehnisse rund um den deutschen Rekordmeister im Bilde. Im Gespräch mit 90min verrät er unter anderem, wie die Lage bei Robert Lewandowski ist.


Die Gerüchte über einen Abgang von Robert Lewandowski nehmen zunehmend Fahrt auf. Einer der größten Interessenten soll derzeit der FC Barcelona sein, bei dem man weiß, dass Klub-Boss Laporta einen sehr guten Draht zu Lewandowski-Berater Pini Zahavi pflegt.

"Das ist der springende Punkt", zeigte sich Christian Falk besorgt, der kritisiert, dass sich "der FC Bayern ein bisschen in eine schlechte Verhandlungsposition gebracht hat, nachdem Erling Haaland gefühlt vom Markt ist".

Wie einst bei Alaba: Spielt Zahavi Lewandowski und die Bayern gegeneinander aus?

Der Bayern-Insider bestätigte, dass "Robert Lewandowski lange auf ein Signal gewartet hat" und dass es bekannt ist, dass die Münchner mit Haaland-Berater Raiola gesprochen haben. Dies spielt nun vor allem Pini Zahavi in die Karten, der schon bei David Alaba ein ähnliches Spiel praktizierte und "ganz geschickt Klub und Spieler gegeneinander ausgespielt hat".

Schon damals sei es Zahavi leicht gefallen, Alaba das Gefühl zu geben, dass Bayern ihn nicht unbedingt will und andere Spieler mehr wertschätzt. "Das gleiche Spielchen spielt Zahavi nun mit Lewandowski, den er schon ein bisschen verrückt macht, weil er ihm frühzeitig gesagt hat, dass sie Haaland wollen", erklärte Falk.

"Das Barcelona-Interesse macht sie schon ein bisschen nervös."

Christian Falk via 90min

Ausland für Lewandowski ein Thema? Beim FC Bayern schlagen die Alarmglocken

Demnach gibt es laut dem Bayern-Experten auch durchaus Gedanken bei Lewandowski, die Münchner zu verlassen, sollten die Verhandlungen nicht so laufen, wie es sich seine Seite vorstellt. Lewandowski sei jedenfalls nicht "überzeugt davon, dass die Bayern bei ihm all-in gehen". Hinzu kommt die Tatsache, dass der Angreifer beim "FC Bayern schon alles erreicht hat" und das "Ausland schon immer irgendwie ein Thema" bei ihm war.

Sollte Zahavi Angebote reinholen, die ihm signalisieren, dass ein anderer Klub ihm (in Form von Geld) mehr Wertschätzung entgegenbringt, könnte es laut Falk durchaus dazu kommen, dass er im Sommer "um eine Freigabe bittet".

Beim FC Bayern ist man sich inzwischen auch bewusst, dass der Verbleib des Top-Torjägers keine Selbstverständlichkeit mehr ist. "Die Bayern nehmen das jetzt sehr sehr ernst. Das Barcelona-Interesse macht sie schon ein bisschen nervös, weil sie wissen, dass Laporta und Zahavi befreundet sind", erklärt Christian Falk.

Bayern bestimmt Preis bei Lewandowski - PSG mit im Rennen?

Schwierig einzuschätzen sei für den FC Bayern jedoch, wie viel Barca bereit wäre zu zahlen. "Die Bayern sind am Drücker, weil sie noch immer den Marktpreis von Lewandowski bestimmen können. Man hat schon bei Salah gesehen, dass dem FC Barcelona beim Feilschen doch ein wenig die Hände gebunden sind", gibt der Insider zu bedenken.

Doch selbst wenn die Katalanen Lewandowski nicht aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag herauskaufen können, bestände noch immer die Gefahr, dass das Tischtuch aufgrund von fehlender Wertschätzung zerschnitten sein könnte und "Lewandowski für andere Interessenten offen ist". Hierbei ist Paris Saint-Germain ein Name, auf den es zu achten gilt. "Zahavi hat auch sehr gute Drähte nach Paris und ruft da ständig an", berichtete der Transfer-Experte.

Es ist kein Geheimnis, dass bei PSG die Geldscheine nicht ausgehen werden und womöglich ein Nachfolger von Kylian Mbappé gefunden werden muss. Auf die Münchner warten noch schwierige Gespräche mit dem Stürmer und insbesondere Berater Zahavi.


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