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FC Barcelona

Barça-Präsidentschaftskandidat Rousaud will Haaland, Mbappé und Neymar holen!

Guido Müller
Dec 31, 2020, 1:46 PM GMT+1
Der Präsidentschafts-Wahlkampf beim FC Barcelona geht in seine heiße Phase
Der Präsidentschafts-Wahlkampf beim FC Barcelona geht in seine heiße Phase / Visionhaus/Getty Images
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Irgendwie passt es ja. So zeitlich gesehen. Der Wahlkampf für die am 24. Januar 2021 vorgesehenen Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona findet mitten in der Weihnachtszeit statt. Und bisweilen muten die in den heißen Wochen vor einer jeden Wahl getätigten Versprechungen tatsächlich wie das Ablesen einer überdimensionierten Weihnachts-Wunschliste an. Da macht auch das frühere Vorstandsmitglied Emili Rousaud keine Ausnahme.

Rousaud stellt Minguella als seine Vize-Präsidenten vor

Als seinen sidekick hat Rousaud nun den früheren Spielerberater Josep Maria Minguella als kommenden Vize-Präsident vorgestellt. Wenn er denn die Wahlen gewinnt. Und um die dafür notwendige Gunst der socios zu erlangen, sind keine Versprechen zu groß.

Minguella wurde von Rousaud übrigens als der Mann vorgestellt, der "Maradona, Rivaldo, Messi und jüngst Ansu Fati zu uns gebracht hat".

Damit war die Bezugsgröße schon mal geschaffen. Und Minguella erzählte dann auch gleich auf selbiger Wahlkampfveranstaltung, dass er "mit Raiola gesprochen" habe. Mino Raiola ist bekanntlich der Berater von Dortmunds Erling Haaland, dem nach seinem meteoritenhaften Karrierestart alle Türen der Welt offenzustehen scheinen.

Sollte er die Wahl gewinnen, so Minguella, habe er mit Raiola bereits einen Deal gemacht. Haaland würde dann im Sommer ins Camp Nou wechseln.

Ihn haben wohl alle Großen auf dem Zettel: BVB-Torjäger Erling Haaland
Ihn haben wohl alle Großen auf dem Zettel: BVB-Torjäger Erling Haaland / Lars Baron/Getty Images

Doch bei Haaland allein soll es nicht bleiben. Kylian Mbappé soll gleich auch noch kommen. Minguella zu dieser Personalie: "Es ist klar, dass der Name Mbappé kommen musste. Er liegt auf dem Tisch, seit Neymar gegangen ist. Wir haben schon Kontakt hergestellt und werden da sein."

Ebenfalls heiß begehrt: Kylian Mbappé von Paris St.Germain
Ebenfalls heiß begehrt: Kylian Mbappé von Paris St.Germain / Xavier Laine/Getty Images

Konkreter wurde er nicht. Eben ganz, wie es sich für einen Wahlkampf gehört. Auch nicht in Bezug auf eine mögliche Rückkehr Neymars. "Neymar steht für schönes Spiel und würde Sponsoren anlocken. Wenn er in einem Jahr frei wäre, würden wir versuchen, ihn zu verpflichten. Er ist ein großer Name - aber wir brauchen auch große Namen."

Kehrt Neymar zurück ins Nou Camp?
Kehrt Neymar zurück ins Nou Camp? / Xavier Laine/Getty Images

Minguella fest von Messis Verbleib im Nou Camp überzeugt

Bleibt Lionel Messi bis 2023 bei Barça?
Bleibt Lionel Messi bis 2023 bei Barça? / Soccrates Images/Getty Images

Der allergrößte Name gehört aber immer noch Lionel Messi. Und von dessen Verbleib in Barcelona ist Minguella - natürlich - voll überzeugt. "Es ist für mich eindeutig: Leo gefällt es in Barcelona, aber wie jeder Elite-Sportler will er natürlich gewinnen - und zwar immer. Früher hat er die Champions League gewonnen, die Meisterschaften - und jetzt gewinnt er seit einiger Zeit gar nichts mehr. Er will weiterhin die Möglichkeiten haben, alle Titel zu holen. Was wir ihm fußballerisch bieten werden, wird ihn wieder ganz nach oben pushen, und er wird im Top-Zustand zur WM in Katar fahren."

Rexach und Stoichkov - zwei Klub-Legenden sollen zurückkehren

Zum Schluss nannte Minguella mit Hristo Stoichkov und Carles Rexach die Namen zweier Klub-Legenden. Die beiden Altstars sollen ebenfalls in das Organigramm der Azulgrana eingebettet werden. Vor allem Rexach, der "mit sieben oder acht Jahren in den Klub kam", sei jemand, auf dessen Expertise man nicht verzichten könne.

Dabei hob Minguella auch Rexachs Rolle bei der Verpflichtung von Lionel Messi hervor. Und konnte sich einen Seitenhieb auf den vor Kurzem zurückgetretenen Präsidenten Josep Maria Bartomeu nicht verkneifen. Hätte dieser nämlich auf die warnenden Worte von Rexach gehört, "den Franzosen von Atlético nicht zu holen, hätten wir uns einige Millionen Euro sparen können".

Der Köder für die Fans ist mit den jüngsten Ankündigungen von Rousauds prospektivem Vize-Präsidenten also erstmal ausgelegt. Jetzt müssen die socios die ganzen Versprechen nur noch glauben. Ganz so wie zur Zeit weltweit viele Kids dem Weihnachtsmann.

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