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Nach reduzierter Doping-Strafe: Macht Arsenal jetzt Ernst bei Onana?

Guido Müller
Jun 11, 2021, 1:19 PM GMT+2
Wird jetzt wieder für viele Klubs interessant: André Onana
Wird jetzt wieder für viele Klubs interessant: André Onana / BSR Agency/Getty Images
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Nachdem das Internationale Sportgericht CAS die Strafe für Ajax-Torhüter André Onana wegen Einnahme unerlaubter Substanzen von zwölf auf neun Monate reduziert hat, melden sich auch gleich wieder die ersten Interessenten, um den kamerunischen Schlussmann zu verpflichten.

Es ist ein wahres Wechselbad der Gefühle, dass der 25-jährige Onana in den letzten acht Monaten erlebt hat.

Im Oktober vergangenen Jahres war bei ihm nach einer Urinprobe der Wirkstoff Furosemid nachgewiesen worden, der auf der internationalen Schwarzen Liste verbotener Substanzen steht. Angesichts der Unnachgiebigkeit in Sachen Doping, die sich die internationalen Fußballverbände seit Längerem auf die Fahnen geschrieben haben, konnte die Strafe nicht wirklich überraschen.

Reduzierte Sanktion weckt wieder Begehrlichkeiten

Ein Jahr lang - oder zwölf Monate - sollte Onana von allen Wettbewerben ausgeschlossen werden. Doch sein Klub Ajax Amsterdam klagte - und errang zumindest einen Teilerfolg. Die Strafe wurde um drei auf nunmehr neun Monate reduziert.

Diese neue sportliche Perspektive (Onana ist nun ab dem 4. November wieder spielberechtigt) belebt natürlich auch den Markt des Keepers. Und das Interesse all derer, die schon vor dem Oktober 2020 laut über eine Verpflichtung Onanas nachgedacht hatten.

FC Arsenal dicht dran an Onana-Verpflichtung

Wie zum Beispiel der FC Arsenal. Die Gunners, in der kommenden Saison erstmals seit 26 Jahren (!) nicht in einem europäischen Wettbewerb vertreten, könnten nun eine neue Offensive starten, um Onana (dessen Vertrag in Amsterdam noch bis zum Sommer nächsten Jahres läuft) zu verpflichten. In London soll Onana langfristig die Rolle des Stammtorwarts übernehmen.

Aus dem zwischenzeitlichen Schnäppchen, bedingt durch die ursprünglich bis Februar 2022 dauernde Sperre, wird nun jedoch wieder ein "normales" Geschäft.

Konnten sich die Engländer bis vor dem jüngsten Urteil noch Hoffnungen machen, Onana für schlankes Geld (um die zwei Millionen) ins Emirates Stadium zu locken, werden sie unter den nun veränderten Umständen wohl erheblich tiefer ins Portemonnaie greifen müssen.

Im Raum steht eine Ablöseentschädigung von neun Millionen Euro.

Der in der Jugend des FC Barcelona ausgebildete Torhüter konnte in der vergangenen Saison, und bis zu seiner Sperre ab dem 13. Februar, mit starken Leistungen für Ajax auf sich aufmerksam machen. In neun seiner insgesamt 20 Liga-Einsätze blieb er ohne Gegentor.

Leno steht harter Konkurrenzkampf bevor

Auf Bernd Leno, die bislang ziemlich unbestrittene Nummer 1 im Tor der Kanoniere, könnte also bald starke Konkurrenz zukommen.

Der deutsche EM-Fahrer hat zwar erst kürzlich angekündigt, trotz der Tatsache, in der kommenden Saison nicht international zu spielen, bei Arsenal bleiben zu wollen, doch das war noch bevor sein Arbeitgeber das Interesse an Onana wiederbelebt hat.

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