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Hertha BSC

Nach Aussagen zu Aogo: Hertha entlässt Jens Lehmann aus dem Aufsichtsrat

Simon Zimmermann
Jens Lehmann ist nicht mehr im Hertha-Aufsichtsrat
Jens Lehmann ist nicht mehr im Hertha-Aufsichtsrat / Robert Cianflone/Getty Images
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Jens Lehmann ist seinen Job im Aufsichtsrat von Hertha BSC los. Investor Lars Winhorst trennte sich nach Lehmanns Aussagen zu Dennis Aogo vom Ex-Nationalkeeper.


Die verbale Entgleisung von Jens Lehman hat ihn nun den Job bei Hertha BSC gekostet. Der ehemalige Nationaltorhüter schickte am Dienstagabend Dennis Aogo eine WhatsApp-Nachricht, in der er den Ex-Profi als "Quotenschwarzer" bezeichnete. Aogo war für das Champions-League-Halbfinale zwischen Man City und PSG als Sky-Experte tätig.

Die private Nachricht wurde von Lehmann an Aogo geschickt, der sie am späten Abend in seiner Instagram-Story teilte. Lehmann entschuldigte sich zwar umgehend, seine Erklärung wirkte allerdings äußerst fadenscheinig.

Nach Informationen der Bild hat Hertha-Investor Lars Windhorst das Berater-Verhältnis mit Lehmann daraufhin beendet. Dadurch hatte der 51-Jährige einen Sitz im Hertha-Aufsichtsrat bekommen. Dieser ist nun hinfällig, wie ein Sprecher der Windhorst Tenor-Gruppe der Bild bestätigte: "Der Berater-Vertrag mit Herrn Lehmann wird aufgelöst. Damit entfällt die Entsendung in Herthas Aufsichtsrat."

Lehmann war vertraglich an das Unternehmen des Investors gebunden und von Windhorst in den Aufsichtsrat der Hertha KG entsendet worden.

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer meldete sich kurze Zeit später ebenfalls zu Wort: "Solche Einlassungen entsprechen in keiner Weise den Werten, für die Hertha BSC steht und sich aktiv einsetzt. Wir distanzieren uns von jeglicher Form des Rassismus und begrüßen den Schritt der TENNOR Holding."

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