VfB Stuttgart

Analyse nach Abstiegs-Gipfel: Zukunft von Matarazzo & Mislintat offen

Dominik Hager
Muss Pellegrino Matarazzo um seinen Job fürchten?
Muss Pellegrino Matarazzo um seinen Job fürchten? / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der VfB Stuttgart kämpft um den Verbleib in der Bundesliga. Am 34. Spieltag könnten die Schwaben mit einem Sieg gegen Köln bei einer gleichzeitigen Hertha-Pleite noch den direkten Klassenerhalt schaffen. Anderenfalls steht der Gang in die Relegation bevor, wo Stand jetzt der HSV warten würde. Nach der Saison gilt es, die Geschehnisse der Saison zu evaluieren. Der eine oder andere Kopf könnte dabei durchaus rollen.


Im vergangenen Jahr wurden Pellegrino Matarazzo und Sven Mislintat noch dafür gefeiert, den VfB als Aufsteiger auf Rang neun geführt zu haben. Von dem begeisternden Fußball ist jedoch wenig übrig geblieben, was allerdings auch an Verletzungen und Abgängen lag. Trotz allem wird es für Trainer und Sportdirektor nicht so leicht, den sportlichen Absturz zu überleben.

VfB möchte sich nach Saisonende zusammensetzen und analysieren

"Unser Fokus ist momentan, die Klasse zu sichern, dann in eine Saisonanalyse zu gehen, diesen Saisonverlauf zu betrachten und in die Zukunft zu blicken", erklärte Vorstandschef Alexander Wehrle im Rahmen einer Presserunde. Diese Analyse werde "gemeinsam" erfolgen und "alle drei werden zu Erkenntnissen kommen".

Es sei jedenfalls nicht so, "dass wenn wir absteigen, es weder Rino (Matarazzo), noch Sven (Mislintat) oder mich geben werde", versprach er. Man müsse analysieren und "entscheiden, wie man in die neue Saison geht".

Generell zeigte sich der neue Vorstandschef als Fan des Trainers und Sportdirektors. Demnach ist er auch glücklich darüber, dass beide einen Vertrag beim VfB haben, "der nicht zum 30. Juni endet". Trotz allem müsse man sich unabhängig vom Ausgang "nach einer solchen Saison zusammensetzen und diese analysieren".

Wehrle glaubt an Klassenerhalt: Dürfen Mislintat und Matarazzo bleiben?

Der Vorstandsboss erwartet nun gegen Köln "eine Hexenjagd" und ist überzeugt davon, dass man den Klassenerhalt schafft. Wenn nötig eben über die Relegation.

Es wäre durchaus eine Seltenheit, dass ein Trainer einen Abstieg mit einem Klub wie dem VfB überlebt. Argumente dafür gibt es jedoch, zumal das Team motiviert und geschlossen auf das Feld geht und der Tabellenplatz angesichts des Kaders und der vielen Verletzungen nicht wirklich überraschend ist.

Eher wäre da noch Mislintat zur Verantwortung zu ziehen, der versucht hat, hochrangige Abgänge mit Zweitligaspielern und Talenten wettzumachen. Der VfB hat sich jedoch entschieden, mit dem Sportdirektor den Weg mit jungen Spielern zu gehen. Mislintat rauszuwerfen würde demnach die ganze Philosophie kippen.

Es ist damit zu rechnen, dass sich Wehrle am liebsten weder von Trainer noch Sportdirektor trennen würde. Gelingt der Klassenerhalt, dürfte sich die Frage auch weder intern, noch extern ernsthaft stellen.


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