Allen Kritikern zum Trotz: Nkounkou ist Frankfurts Mann der Stunde

  • Nkounkou startet nach schwierigem Start durch
  • Franzose erklärt seinen Formanstieg
  • Lob und Verständnis von SGE-Sportvorstand Krösche

Niels Nkounkou blüht bei Eintracht Frankfurt auf
Niels Nkounkou blüht bei Eintracht Frankfurt auf / Koji Watanabe/GettyImages
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Niels Nkounkou zählte lange zu den Enttäuschungen, nachdem sein Kaugummi-Transfer nach Frankfurt im Spätsommer doch noch über die Bühne gegangen war. Nun scheint der linke Schienenspieler aber bei der Eintracht angekommen zu sein. Der Franzose jubelt selbst über seine Leistungsexplosion.

Zwar konnte Niels Nkounkou gleich in seinem ersten Bundesligaspiel für die Eintracht treffen, jedoch blieb er Neuzugang im Anschluss lange ohne Scorer-Punkt und fiel in der Defensive mit einigen Unzulänglichkeiten auf.

Am 16. Spieltag platzte bei Nkounkou dann aber der Knoten, indem er mit zwei Assists als Joker das Duell gegen Gladbach fast schon im Alleingang drehte. Der Linksfuß hat im Winter weiter hart an sich gearbeitet und den verdienten Lohn am 17. Spieltag erhalten. Am vergangenen Samstag war es nämlich erneut Nkounkou, der mit einem Traumpass den 1:0-Sieg gegen Leipzig einläutete.

"So eine Vorlage ist mir noch nie gelungen", jubelte er selbst nach der siegreichen Partie. "Das war ein sehr erfolgreicher Moment für mich. Ich versuche mich Schritt für Schritt zu steigern", fügte er hinzu.

Video-Training macht Nkounkou stark

Die Leistungsexplosion von Nkounkou, der sich laut eigenen Aussagen erstmal an die Bundesliga-Intensität gewöhnen musste, kommt nicht von ungefähr, sondern ist mit viel Arbeit verbunden.

"Ich weiß, dass ich vieles zu verbessern habe. Vor allem in der Defensive habe ich viel mit dem Trainer gearbeitet. Da haben wir viele Videos angeschaut, denn die Videobilder lügen nicht. Ich mache das gern, weil ich so sofort sehe, wo ich mich verbessern muss", führte der Eintracht-Profi aus. Nun verstehe er "immer mehr" was Dino Topplmöller verlange.

Krösche stärkt Nkounkou: "Muss sich in seine Lage hineinversetzen"

Lob gab es nach dem Aufschwung der letzten Wochen auch von Sportvorstand Markus Krösche. "Niels Nkounkou kann ein richtig guter Spieler werden. Er hat natürlich etwas Anlaufzeit gebraucht. Aber Niels wurde von Woche zu Woche besser", erklärte dieser gegenüber fussball.news.

Außerdem setzte sich Krösche den Kritikern zur Wehr, die den jungen Franzosen bereits abschreiben wollten. "Jeder, der schon nach kurzer Zeit sagt, dass der Spieler nicht gut genug sei, der muss sich in dessen Lage hineinversetzen. Niels kam mit 22 Jahren in ein neues Land. Er hatte keine Vorbereitung und kannte die Liga nicht. Der Spielstil in der Bundesliga ist ein völlig anderer als der in der zweiten französischen Liga. Daran müssen sich die Jungs dann auch gewöhnen", verdeutlichte der Spotvorstand.

Nkounkou spielte in der vergangenen Saison zunächst eher erfolglos in der Championship für Cardiff City, ehe er beim französischen Zweitligisten St. Etienne mit sechs Toren und acht Assists in 21 Spielen durchstartete und letztlich für sieben Millionen Euro nach Frankfurt wechselte. Immer mehr deutet darauf hin, als würde sich der Risiko-Transfer der Eintracht doch noch auszahlen.


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