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AC Mailand

Milans Wette auf dem Transfermarkt geht voll auf

Jan Kupitz
Leao und Tonali blühen auf
Leao und Tonali blühen auf / Francesco Pecoraro/Getty Images
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AC Mailand ging im Sommer eine Wette auf dem Transfermarkt ein. Als erstes Zwischenfazit lässt sich festhalten: Alles richtig gemacht!


Die ganz großen Sprünge blieben bei Milan in diesem Sommer aus. Der Fokus von Paolo Maldini und Frederic Massara lag vor allem darauf, die zunächst ausgeliehenen Fikayo Tomori, Sandro Tonali und Brahim Diaz zu halten sowie einen Nachfolger für Gianluigi Donnarumma an Bord zu holen. Darüber hinaus tätigten die Rossoneri - trotz der Champions-League-Einnahmen - keine kostspieligen Transfers.

Vertrauen in die Youngster statt teure Stars

Vielmehr gingen die Verantwortlichen bei Milan die Wette ein, dass die vielen jungen Spieler in dieser Saison den nächsten Schritt ihrer Entwicklung gehen. Eine nicht unriskante Entscheidung, schließlich gingen mit der CL-Rückkehr einige Erwartungen einher. Doch es war eine Entscheidung, die sich (zumindest zum Saisonstart) voll bezahlt gemacht hat.

Ein Brahim Diaz, Sandro Tonali und Rafael Leao spielen in den letzten Wochen wie ausgewechselt auf und sind im Vergleich zur Vorsaison kaum wiederzuerkennen. Dass die Burschen Talent haben, musste man immer - gezeigt haben sie es im Milan-Trikot allerdings zu selten.

Bei Milan vertraute man darauf, dass Qualität sich am Ende immer durchsetzt.

Selbiges gilt für Alexis Saelemaekers, der zwar 20/21 bereits Stammspieler, jedoch viel zu selten spielentscheidend war. Gegen Spezia und Venedig nahm er mit wichtigen Vorlagen und genialen Aktionen aber eben jene Rolle ein und zeigte, dass es wohl doch richtig war, im Sommer keinen 'Big Name' für den rechten Flügel zu verpflichten und unnötig viel Geld auszugeben.

Alexis Saelemaekers
Alexis Saelemaekers war an den Siegen gegen Venedig und Spezia maßgeblich beteiligt / Alessandro Sabattini/Getty Images

Wenn dann auch noch Spieler wie Pierre Kalulu und Daniel Maldini, für die man vor der Saison höchstens ein paar Spielminuten zum Reinschnuppern vorgesehen hatte, positiv überraschen und sich zu wertvollen Alternativen aufschwingen, dann kann man Maldini, Massara und auch Stefano Pioli, der die Spieler schließlich entwickelt, nur ein riesiges Lob für ihre Arbeit aussprechen.

Milans Verantwortliche wurden auch nach der Vize-Meisterschaft und der Champions-League-Teilnahme nicht zu gierig und wollten zu schnell zu viel, sondern blieben ihrem Weg treu. Ihre Wette, auf die jungen Spieler zu setzen, ist bislang voll aufgegangen. Auch während der zwei Englischen Wochen, die die Rossoneri back-to-back hatten.

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