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Abramowitsch-Sanktionen: Wie reist Chelsea nun nach Lille?

Jan Kupitz
Chelsea muss in Lille antreten
Chelsea muss in Lille antreten / Soccrates Images/GettyImages
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Der Eigentümer des FC Chelsea, Roman Abramowitsch, wurde am Donnerstag von der britischen Regierung mit Sanktionen belegt, nachdem Russland in die Ukraine einmarschiert war und er enge Beziehungen zu Wladimir Putin unterhält.

Abramowitschs Vermögen wurde eingefroren und er kann den Klub nicht ohne die Zustimmung der Regierung verkaufen - die Eigentumsverhältnisse bei Chelsea können nur noch geändert werden, wenn der Oligarch nicht davon profitiert.

Chelsea kann zwar weiterhin mit einer Sonderlizenz arbeiten, die es den Blues erlaubt, die verbleibenden Spiele der Saison zu absolvieren. Allerdings dürfen sie keine Tagestickets mehr verkaufen und unterliegen zudem einer Transfersperre. Des Weiteren gibt es nun eine bestimmte Obergrenze für die Betriebskosten pro Spiel.

Chelsea darf pro Heimspiel nicht mehr als 500.000 Pfund (600.0000 Euro) ausgeben, während die Reisekosten für Auswärtsspiele auf 20.000 Pfund (25.000 Euro) gedeckelt wurden.

Die Blues reisen nächste Woche zum Rückspiel des Achtelfinales der Champions League nach Lille. Wie werden sich diese Sanktionen auf die Reise auswirken?


Wie reist Chelsea nach Lille?

Die Regierung hat bekannt gegeben, dass das Budget des FC Chelsea für Auswärtsspiele in Europa flexibel gehandhabt werden kann.

Da Lille im Norden Frankreichs liegt, könnte der Klub Kosten sparen. So könnte man zum Beispiel mit dem Eurostar statt mit dem Privatjet über den Ärmelkanal reisen. Auch eine längere Busreise wäre nicht ausgeschlossen.

Sollte Chelsea das Viertelfinale erreichen, könnte sich die Einhaltung des Budgets bei längeren Reisen jedoch als schwierig erweisen.


Wohin könnte Chelsea sonst noch reisen müssen?

Während die englischen Mannschaften Liverpool und Manchester City ihren Platz in der Runde der letzten Acht bereits sicher haben, sind auch Real Madrid und Bayern München noch im Rennen.

Aus dem Ausland kommen zudem noch Ajax Amsterdam, Benfica, Atletico Madrid, Villarreal und Juventus Turin als mögliche Gegner und Reisedestinationen in Frage.

Da dürfte es extrem knifflig werden, Trips für 25.000 Euro zu organisieren.


Sind Chelseas Inlandsreisen bereits bezahlt?

Reporter Kaveh Solhekol von Sky Sports hat aufgedeckt, dass eine einem Chelsea-Spieler nahestehende Quelle der Meinung ist, dass der Klub die verbleibenden Inlandsreisen in dieser Saison bereits im Voraus bezahlt hat. Sollte dies der Fall sein, dann ist es wahrscheinlich, dass der Klub diese Reisen wie geplant durchführen wird.

Für die Reisen nach Europa wird dies jedoch kaum von Nutzen sein, da Chelseas Weiterkommen in der Champions League nicht garantiert ist und die Gegner erst kurz vor den Spielterminen bekannt sind.


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