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Hamburger SV

Aaron Hunt: Zukunft beim HSV wohl nur im Falle des Aufstiegs!

Guido Müller
Aaron Hunts Zukunft beim HSV bleibt weiterhin ungeklärt
Aaron Hunts Zukunft beim HSV bleibt weiterhin ungeklärt / Oliver Hardt/Getty Images
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Eine der großen ungeklärten Personalfragen beim Hamburger SV bleibt die bezüglich von Routinier Aaron Hunt. Der 34-Jährige, in dieser Saison zum Teilzeit-Arbeiter degradiert, nimmt seine neue Rolle im Team zwar gewinnbringend an. Doch was passiert ab kommendem Sommer?


Denn dass Hunt auch mit 34 Jahren noch nicht daran denkt, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, ließ er bereits vor einigen Wochen durchblicken. Doch ob er seine Karriere beim HSV fortsetzen wird oder nicht, steht auch drei Monate vor Vertragsende noch nicht fest.

Nur eines scheint sicher: nur im Falle einer Rückkehr in die Bundesliga würde eine Verlängerung des aktuellen Arbeitspapiers überhaupt diskutiert werden.

Denn bei einem vierten Jahr Zweitklassigkeit (und einem damit einhergehenden weiteren schmerzhaften Einschnitt in den Etat) wäre Hunt wohl schlichtweg nicht mehr bezahlbar für die Hamburger.

Zwar stimmte der Spieler vor der ersten Spielzeit im Unterhaus (2018/19) einer Gehaltskürzung zu - doch auch so ist er im derzeitigen Kader der Rothosen immer noch einer der Spitzenverdiener, liegt im internen Ranking sogar vor Top-Torjäger Simon Terodde.

Und sollte es mit dem Aufstieg im dritten Anlauf endlich klappen, stellt sich die Frage nach Hunts sportlichem Wert für die Mannschaft. Und da kommen, nicht zuletzt aufgrund seiner Verletzungshistorie, Zweifel auf.

Fußballerisch unbestritten - doch reicht die Fitness für das Top-Niveau?

Gar nicht so sehr auf das rein spielerische bezogen. Denn dass Hunt einer der besten Kicker im Kader der Hamburger ist, steht außer Frage - und sieht auch sein Trainer so: "Ich habe selten einen so guten Fußballer in meiner Mannschaft gehabt." (Quelle: kicker.de)

Simon Terodde
Für Simon Terodde ist es "ein Genuss, mit Hunt zusammenzuspielen" / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Für Hunts Kollegen in der Sturmspitze, Simon Terodde, sei es sogar geradezu "ein Genuss, mit ihm zusammenzuspielen".

Doch die Belastung in der Beletage ist nochmal eine andere als in der 2. Liga. Zwar stehen einem in der Bundesliga in den meisten Partien die Gegenspieler nicht mehr so penetrant auf den Füßen wie in Liga 2, doch das Tempo ist dafür insgesamt höher, die Zeit zur Entscheidungsfindung auf dem Platz allgemein kürzer. Vom besseren Positionsspiel der meisten Gegner nicht erst zu reden.

Ob Hunt auf diesem Level weiterhin eine tragende Säule für die Mannschaft sein kann, ist die Frage, die die Verantwortlichen im Volkspark in den kommenden Wochen für sich beantworten müssen.

Hunt hat zur Zeit nur das große Ziel Wiederaufstieg vor Augen

Für Aaron Hunt selbst scheinen all diese Überlegungen momentan eh nur sekundärer Natur zu sein. Das allem übergeordnete Ziel bleibt deshalb klar von ihm formuliert: "Für mich zählt nur, im dritten Anlauf endlich aufzusteigen."

Jonas Boldt
Führte schon erste Gespräche mit Hunts Berater: Sportvorstand Jonas Boldt / Martin Rose/Getty Images

Erste Kontakte zwischen seinem Berater Efe Aktas und Sportvorstand Jonas Boldt soll es zwar schon gegeben haben. Final dürften diese Gespräche aber erst geführt werden, wenn feststeht, in welcher Liga der HSV in der kommenden Spielzeit aufschlägt.

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