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Hamburger SV

Hunt und der HSV: Wie geht es weiter?

Guido Müller
Lieferte gegen Holstein Kiel eine gute Partie ab: Aaron Hunt
Lieferte gegen Holstein Kiel eine gute Partie ab: Aaron Hunt / Martin Rose/Getty Images
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Seinen einstigen Stellenwert als "unverzichtbar" hat Aaron Hunt in dieser Spielzeit beim Hamburger SV verloren. Sah der Routinier unter Thiounes Vorgängern die Spiele seiner Mannschaft nur dann von außen, wenn er verletzt war (was häufig genug vorkam), kommt er in dieser Spielzeit nur noch als Teilzeit-Arbeiter zur Geltung. Seine HSV-Zukunft über den Sommer hinaus scheint offen.


Und das obwohl er, in Worten seines Coaches, "wahrscheinlich so fit wie noch nie" sei. Gegen Holstein Kiel absolvierte der 34-Jährige dennoch erst sein drittes Spiel über die vollen neunzig Minuten in dieser Saison.

Und konnte dabei überzeugen. "Aaron hat unserem Zentrum unheimlich gutgetan", lobte Thioune den Mittelfeldspieler gegenüber der Bild nach dem Remis gegen die Störche. "Er hat unser Spiel angekurbelt, war ein Initiator. Er hat viele Angriffe gefahren, viele Bälle gewonnen.“

Hunt will noch weiter kicken

Doch daraus ein mögliches weiteres Jahr für den Oldie abzuleiten, wäre verfrüht. Fakt ist: nach seiner aktiven Laufbahn soll Hunt in das Organigramm der Hanseaten eingebettet werden. In welcher konkreten Funktion das sein wird, bleibt Gegenstand der Überlegungen im Volkspark.

Jonas Boldt
Führte bereits erste Gespräche mit Hunt: Sportvorstand Jonas Boldt / Pool/Getty Images

Fakt ist ebenfalls, dass das aktuelle Arbeitspapier von Hunt in diesem Sommer ausläuft. Doch hat er in sondierenden Gesprächen mit Sportvorstand Jonas Boldt bereits durchscheinen lassen, gern noch ein weiteres Jahr kicken zu wollen.

Alles hängt vom Verlauf dieser Saison ab

Doch ob das beim HSV sein wird, steht weiterhin offen. Und hängt zu einem Großteil natürlich vom weiteren Verlauf dieser Saison ab. Sollte der HSV auch im dritten Zweitliga-Jahr den Aufstieg in die Bundesliga verpassen, dürfte es finanziell eng werden. Zu eng womöglich.

Denn der aktuelle Etat von etwa 23 Millionen Euro müsste dann erneut nach unten angepasst werden. Ob bei dann noch vorhandenen 20 Millionen Euro das nicht gerade geringe Gehalt Hunts (um eine Million Euro pro Jahr) noch gestemmt werden kann (und will) ist zweifelhaft.

Hunt hat es also in den nächsten Spielen selbst in der Hand (bzw. im Fuß), seine eigene Zukunft beim HSV zu gestalten. Dabei ist auch davon auszugehen, dass er den bisherigen drei Spielen über die volle Spielzeit noch das eine oder andere hinzufügt. Am Besten mit dem Aufstieg als krönendem Abschluss.

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