Die Saison 2019/20 wird in den Niederlanden ohne Auf- und Absteiger beendet. Dies ist das Ergebnis einer Abstimmung des niederländischen Fußballverbandes KNVB.


Am Freitag durften die 38 Vereine der Eredivisie und Keuken Kampioen Divisie (2. Liga) darüber abstimmen, ob die Saison nach dem vorzeitigen Abbruch mit Auf- und Abstiegen beendet werden soll. 


16 Vereine haben für Absteiger abgestimmt, jeweils neun haben sich dagegen entschieden oder sich enthalten. Über die vier übrigen Stimmen sind keine näheren Informationen bekannt. Somit fehlt die absolute Mehrheit.

Laut Algemeen Dagblad sollen allen voran die Zweitligisten für Auf- und Abstiege votiert haben. Aus der Eredivisie habe es dem Vernehmen nach nur zwei Pro-Stimmen gegeben. Unter anderem haben sich der SC Heerenveen, Feyenoord Rotterdam, AZ Alkmaar und die PSV Eindhoven enthalten.


"Es liegt nicht an uns, über das Schicksal eines Liga-Konkurrenten zu entscheiden. Deshalb haben wir nicht abgestimmt. Wir sind der Meinung, dass der Ball bei der KNVB liegt, wenn es um die Beendigung der Saison 2019/20 geht", erklärte Heerenveen-Geschäftsführer Cees Roozemond.


Keine Aufstockung der Liga, kein Meister


ADO Den Haag und RKC Waalwijk beenden die Saison auf den beiden direkten Abstiegsplätzen, bleiben der Eredivisie allerdings erhalten. Dafür verpassen der SC Cambuur und De Graafschap Doetinchem den vermeintlichen Aufstieg. Henk De Jong, Trainer von Spitzenreiter Cambuur, spricht von der "größten Schande in der Geschichte des niederländischen Sports". 

Vor der Abstimmung wurde ausgeschlossen, dass die Eredivisie auf 20 Mannschaften aufgestockt wird. Zudem wird kein Meister gekürt. Ajax Amsterdam beendet die Tabelle vor Alkmaar auf Platz eins. Beide Mannschaften sind punktgleich, Rekordmeister Ajax hat allerdings die bessere Tordifferenz. Die Mannschaft von Erik ten Hag ist damit automatisch für die Champions League qualifiziert, Alkmaar muss hingegen in die Qualifikation.