Die finanzielle Zukunft der 36 Profi-Klubs ist vorerst gesichert: Die Medienpartner der DFL haben sich bereit erklärt, die letzte Rate vorzeitig auszuzahlen. Alle bis auf einen!​


Eigentlich hatte DFL-Boss Christian Seifert ​am Donnerstag frohe Kunde für die 36 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga: Die Deutsche Fußball-Liga hat mit allen Medienpartnern eine Einigung zur vorzeitigen Zahlung der letzten Rate der Rechte-Kosten erzielen können. Mit Sky, ARD, ZDF, Amazon und DAZN wurden unterschiedliche Modelle vereinbart.


Eurosport verweigert Zahlung an DFL


Doch ein Medienpartner stellt sich quer! Eurosport ist nach Bild-Informationen nicht bereit die letzte Rate an die DFL zu überweisen. Es soll sich dabei um 30 Millionen Euro handeln. Selbst wenn die ​Bundesliga ihren Betrieb wieder aufnehmen sollte, will der Sender das Geld nicht bezahlen.


Eurosport hatte vor der aktuellen Spielzeit seine Sublizenz an Streaming-Anbieter DAZN verkauft. Diese beinhaltet insgesamt 45 Partien - 40 Bundesliga-Spiele am Freitag, Sonntag und Montag, sowie die vier Relegationspiele und den Supercup. Von DAZN gab es dafür 40 Millionen Euro - da Eurosport aber wohl ursprünglich 70 Millionen Euro für die Lizenz zahlte, muss der Sender selbst für die Differenz aufkommen.

Lucien Favre

Eurosport-Mutterkonzern Discovery in finanziellen Schwierigkeiten


Grund für die verweigerte Zahlung sind offenbar eigene finanzielle Probleme. Mutterkonzern Discovery musste bereits einen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro aufnehmen. Discovery hatte sich 2015 für 1,3 Milliarden Euro die Rechte an den kommenden vier Olympischen Spielen (2018 bis 2024) in 50 europäischen Ländern gesichert. Da Olympia um ein Jahr verschoben wird, fehlen Einnahmen aus der Vermarktung. 


Wegen der Schwierigkeiten von Discovery soll DAZN noch zögern, die letzte Rate an Eurosport zu überweisen, da man befürchte, dass das Geld nicht an die DFL weitergeleitet wird.