Dass ​Philippe Coutinho ​beim FC Bayern München keine Zukunft über diesen Sommer hinaus haben wird, steht mittlerweile unverrückbar fest. Zu wenig überzeugend waren am Ende die Leistungen des Brasilianers während seiner Zeit beim deutschen Rekordmeister. Doch wohin führt der Weg der Barça-Leihgabe? Eine heiße Spur weist nach London.


Denn der ​FC Chelsea soll nach Informationen der in Barcelona ansässigen Sport bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Coutinhos Beratern stehen. Allein: es gibt noch ein paar Klippen zu umschiffen.


Ursprünglich hatten sich die Katalanen das Ganze ja so vorgestellt: Beim FC Bayern sollte der 27-Jährige wieder das Niveau wiederfinden, dass ihn während seiner Zeit beim FC Liverpool zu einem der aufregendsten (und somit auch gefragtesten) Offensivspieler Europas werden ließ. Immerhin hatten die Azulgrana seinerzeit die vereinsinterne Rekordablösesumme von 145 Millionen Euro bezahlt - um sich wenig später eingestehen zu müssen, hier mal komplett daneben gegriffen zu haben. In Barcelona wirkte der Brasilianer stets ein wenig schüchtern, fast schon verängstigt - und bekam neben den Platzhirschen Messi und Suárez kein Bein auf die Erde.


Also ab nach München - und nach Ablauf des Leihgeschäfts an den deutschen Rekordmeister verkaufen. 120 Millionen Euro an Ablöse standen in diesem Zusammenhang damals noch im Raum, und es gab sogar eine kurze Zeit, in der sich die Münchener offenbar ernsthaft darüber Gedanken machten. Das war nach einem der wenigen Spiele, in denen der Brasilianer mal sein ganzes Können zeigte. Leider konnte man derartige Auftritte an einer Hand abzählen. Weshalb die Bayern-Bosse irgendwann entschieden, den Spieler gar nicht zu verpflichten. Weder für 120 noch für 90 Millionen, auf die man die Spanier wohl hätte runterhandeln können.


Kaufoption oder Kaufpflicht? Details sind noch zu klären


Und so bleibt Barcelona erstmal auf seinem Ladenhüter sitzen. Mittlerweile, auch als Konsequenz aus der Coronakrise, wäre Barça schon froh, für Coutinho 65 Millionen zu bekommen. Denn die mittlerweile geforderten 90 Millionen sei Chelsea, so die Sport, auch nicht willens zu zahlen. Das erste von den Londonern unterbreitete Angebot soll demnach weit unter diesem Betrag gelegen haben. Den Engländern schwebe sowieso mehr ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption vor. Währen der Laufzeit der Leihe würden sie das komplette Gehalt des Brasilianers zahlen. 


Die Katalanen wiederum würden einer Leihe wohl auch - zähneknirschend - zustimmen, wollen aus der Kaufoption aber eine verbindliche Kaufpflicht machen. Und dann eben mindestens besagte 65 Millionen als Transfererlös generieren. Doch noch sollen die Engländer auf eine Kaufoption bestehen - selbst wenn der Betrag höher wäre als diese 65 Millionen. Durch die Corona-Krise und die dadurch entstandenen Löcher in den Etats gucken mittlerweile auch die großen Klubs in der Premier League etwas genauer aufs Portemonnaie. 


Doch trotz der noch zu klärenden Details geht die Sport davon aus, dass die Verhandlungen bis Ende Juni beendet sein könnten.