DFL-PK zur Bundesliga-Pause: So soll es weitergehen
Von Simon Zimmermann
Seit 10.30 Uhr haben DFL und die 36 Vertreter der ersten und zweiten Bundesliga getagt. Auf der Mitgliederversammlung sollte das weitere Vorgehen in der Coronakrise besprochen werden. Die Verlängerung der Liga-Pause bis Ende April wurde bestätigt - wann der Spielbetrieb wieder laufen kann, bleibt unklar.
Die wichtigsten Punkte der Mitgliederversammlung:
- Spielpause bis 30. April bestätigt
- Hoffnung: Liga ab Mai mit Geisterspielen fortsetzen
- Teamtraining soll bis 5. April unterlassen werden
- Szenarien für Fortsetzung der Saison besprochen: Ziel bleibt Ende bis 30.6.
- Medizinische Task-Force aus Ärzten und Experten entwickelt ein System zur Gesundheits-Gewährleistung aller Spieler und Verantwortlichen für den Zeitpunkt der Wiederaufnahme
- Sämtliche Wettbewerbsplatzierungen sollen spielerisch entschieden werden. Insolvenz gibt in dieser Spielzeit keinen Punktabzug. Für die kommende Saison werden drei Punkte, statt neun Punkten abgezogen. Die Liquidität wird zwar überprüft, die Sicherungszahlungen sollen aber ausbleiben
- Noch keine Diskussion über Aufteilung des 20-Mio.-€-Fonds der CL-Teilnehmer
"Die Liga stand noch nie enger zusammen als in diesen Tagen", erklärte DFL-Geschäftsführer auf der Videopressekonferenz am Dienstag. Der Ligaverband habe sich ein Überblick darüber verschaffen, wie existenziell bedroht die 36 Klubs sind. Fazit: Bei einigen Vereinen könnte es ohne die TV-Einnahmen bereits ab Mai schwierig werden. "Einige Klubs aber könnten im Mai, andere im Juni in eine existenzbedrohende Situation geraten, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden"
Reguläre Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen bis 30.6. bleibt das Ziel!
Die Spielzeit soll, wenn möglich, an allen 36 Standorten fertig gespielt werden. Ausgetragen werden sollen die Partien dann als Geisterspiele ohne Zuschauer.
Seifert bekräftigte nochmal, dass man weiterhin das Ziel verfolge, die Liga bis zum 30.6. fertig spielen zu wollen. Dann auch im regulären Spielbetrieb. Bislang habe man keinen Anlass, davon abzuweichen, erklärte Seifert.
Allerdings werden auch Gedankenmodelle erstellt, was passiert, wenn man vorzeitig beenden würde oder über den 30.6. hinaus spielen müsste. Wie die Bild am Morgen bereits berichtete, sei die Aufstockung der Ligen auf 20 Teams das wahrscheinlichste Modell.