Der FC Bayern München wird sich bis zum Transferschluss am 31. Januar um einen Neuzugang bemühen, wie Christian Falk (Fußballchef der Sport Bild) in den sozialen Medien behauptet. Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Hertha BSC ruderte Trainer Hans-Dieter Flick derweil zurück, schloss neues Spielermaterial aber nicht aus.


Dass ​mit Robert Lewandowski und Serge Gnabry zwei Rekonvaleszenten an diesem Wochenende in den Kader zurückkehren, beruhigt die angespannte Personalsituation zumindest ein wenig. Noch beim Test gegen den 1. FC Nürnberg in der vergangenen Woche musste Ivan Perisic in der Sturmspitze Platz nehmen, gegen die Hertha wird Lewandowski wieder Jagd auf Tore machen. Perisic wird dagegen wieder auf die Außenbahn rücken. Ob Gnabry direkt wieder ein Kandidat für die Startelf ist, bleibt dagegen abzuwarten.

Doch noch immer fallen zahlreiche Spieler aus, darunter auch der gesperrte Joshua Kimmich. Der FC Bayern zögerte dennoch, einigte sich offenbar erst vor kurzem nach einem internen Gespräch darauf, doch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, wie der kicker berichtete. Auch Christian Falk behauptet in seiner Facebook-Gruppe 'Bayern-Insider', der Klub arbeite "intensiv an einem Transfer." 


Gleichzeitig betonte er, Leroy Sané habe sich mit den Münchnern auf einen Transfer verständigt. Bereits Mitte Dezember berichtete Sport Bild, der 23-Jährige wolle Manchester City am liebsten noch im Winter verlassen. Vor wenigen Tagen behauptete die britische Metro jedoch, der deutsche Nationalspieler überdenke womöglich seine Entscheidung gegen eine Vertragsverlängerung beim amtierenden englischen Meister.


Flick wünscht sich "neuen" Lahm


Im aktuellen Transferfenster dürfte allerdings der von Flick mehrfach geforderte Außenverteidiger im Fokus stehen. Das Profil ist anspruchsvoll, für den Cheftrainer kommt nicht jeder Kandidat in Frage: "Die Position des Außenverteidigers hat sich sehr verändert. Wir brauchen da Spieler, die das Spiel bestimmen können. Ich denke da einfach nur an Philipp Lahm, der auf dieser Position über ein Jahrzehnt Weltklasseleistungen gezeigt hat", wird Flick von der ​Abendzeitung München zitiert. 

Philipp Lahm

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Der FC Bayern habe "eine gewisse DNA, eine gewisse Philosophie, Fußball spielen zu wollen. Das hat sich entwickelt. Wenn wir so spielen wollen, brauchen wir dementsprechend auch die Spieler", genannte Kandidaten wie Thomas Meunier (Paris St. Germain), Dodo (Schachtar Donezk) oder Joao Cancelo (Manchester City), so die AZ, würden die hohen Anforderungen nicht erfüllen.


Aussprache mit Salihamidzic 


Während hinter den Kulissen nach einem Neuzugang gefahndet wird, stellt Flick seine medialen Forderungen ein. Der 54-Jährige berichtete am Freitag von einem "sehr, sehr guten Gespräch" mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der überrascht war von der Art und Weise, wie Flick öffentlich Druck auf die Klubführung erzeugte. Die Meinungsverschiedenheiten - wie auch Salihamidzic im Interview mit BILD am Sonntag erklärte - seien aber längst ausgeräumt.

"Wir wollen beide gemeinsam erfolgreich für den FC Bayern München arbeiten", so der Chef-Coach, der seinem Sportdirektor den Rücken stärkte: "Was Neuzugänge betrifft, ist es wichtig, dass Spieler kommen, die uns weiterhelfen. Da habe ich absolutes Vertrauen, dass er es uns mit seiner Scouting-Abteilung ermöglicht. Klar ist natürlich auch, dass es mit Bedacht sein muss." 


Wichtig sei, Transfers mit Weitsicht zu tätigen, Paniktransfers sollen vermieden werden. Aufgrund dessen ist nicht ausgeschlossen, dass in den verbliebenen Tagen kein Neuzugang präsentiert wird. Zum aktuellen Zeitpunkt scheint alles offen.