​Welche Zukunft erwartet ​Lukas Podolski nach seinem Abgang aus Japan zum Ende dieses Monats? Seitdem klar ist, dass Poldi das Land der aufgehenden Sonne verlassen wird, reißen die Spekulationen um ihn nicht ab. Jetzt führt eine Spur nach Malaysia.


Ja, richtig gelesen. Nix von wegen Rückkehr nach Köln. Nicht einmal nach Deutschland (oder wenigstens Europa) wird es den 34-jährigen Ex-Nationalspieler wohl verschlagen, sondern allem Anschein nach nach Malaysia.


Der Prinz will Prinz Poldi


Johor Darul Ta’zim FC heißt der Klub, der in Person seines Präsidenten schon ziemlich sicher klingt, was die Verpflichtung des Weltmeisters von 2014 betrifft. "Er hat sich mit mir in Verbindung gesetzt und sein Interesse bekundet, zu uns zu wechseln. Er wird herkommen, um zu verhandeln", sagte Klub-Chef Major General Tunku Ismail Ibni Sultan Ibrahim. (Quelle: Fox Sports Asia, via Sky)


Der ist nicht nur der Präsident des Fußball-Vereins, der in der 160.000-Einwohner-Stadt Pasir Gudang, nahe der Grenze zu Singapur, ansässig ist, sondern auch der Thronfolger in der Region Johor, zu der Pasir Gudang gehört. 


Eine wahrhaft königliche Aussage also. Und der Kronprinz hatte nicht zu viel versprochen. Tatsächlich weilte sein "Amtskollege" Prinz Poldi dieser Tage in der Stadt und stattete auch dem Klub einen Besuch ab. "Podolski in the house", postete der Klub stolz via Instagram.



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Doch ob Poldi wirklich hier seine Stiefel schnürt, ist unklar.  Das liegt auch an der einschränkenden Aussage des Prinzen-Präsidenten. 


Kommt Poldi gar nicht als Spieler?


Der fügte seiner Ankündigung des Besuches des Deutschen nämlich noch einen vielsagenden Satz hinzu: "Derzeit können wir jedoch keine Entscheidung treffen, da wir die Ausländergrenze bereits erreicht haben. Es ist möglich, dass wir auch auf andere Weise zusammenarbeiten." (Quelle: Fox Sport Asia, via express.de)


Klingt alles ziemlich mysteriös. Aber schon mit seinem Engagement in Japan hat Podolski nicht wenige überrascht. Mit einem Wechsel nach Malaysia jedoch würde er den Überraschungseffekt sicher noch mal erhöhen. 


Der Klub selbst ist ziemlich erfolgreich unterwegs. Die Johorn Soutern Tigers, wie sich der Klub inoffiziell seit 2012 auch nennt, waren zuletzt sechsmal in Folge malaysischer Meister. Deshalb wird man auch in der kommenden Saison wieder an der asiatischen Champions League teilnehmen. Dort könnte Poldi dann sogar gegen seinen japanischen Ex-Klub ​Vissel Kobe spielen.