HSV: Bozenik-Transfer nimmt Formen an - Schaub und Johnson eher kein Thema
Von Guido Müller

Gestern berichteten wir über die möglichen Winter-Transferziele des HSV und über die jeweilige Wahrscheinlichkeit, realisiert zu werden. Bei einem Spieler ist die Tür mittlerweile komplett zugeschlagen worden, bei einem anderen hapert es an der konkreten Vertragskonstellation und ein anderer weilte unlängst schon zu Verhandlungen in Hamburg.
Schaub kommt definitiv nicht, Strobl und Johnson wahrscheinlich auch nicht
Der Traum vieler HSV-Fans von einer Verpflichtung des Noch-Kölners Louis Schaub wird sich aller Voraussicht nach nicht erfüllen. Wie die Mopo am Sonntagabend noch in ihrer online-Ausgabe berichtete, habe der Österreicher offenbar andere Pläne.
Schwierig, wenn auch aus anderen Umständen, gestaltet sich auch die Personalie Fabian Johnson. Hauptproblem: Der Vertrag des 32-jährigen Gladbachers läuft in diesem Sommer aus.
Da Spieler in ihrem letzten Vertragsjahr aufgrund der DFB-Statuten nicht verliehen werden dürfen, kann der HSV hier praktisch nichts anderes machen, als abzuwarten. Oder eine Ablöse zu zahlen, um den Spieler endgültig unter Vertrag zu nehmen.
Doch ein 32-jähriger Spieler wird sich kaum mit einem Einjahres-Vertrag zufrieden geben.
Und mehr als ein Jahr will sich wiederum der HSV nicht mit dem Spieler kompromittieren, denn man will nicht die Entwicklung der eigenen jungen Spieler (in diesem Fall Jan Gyamerah und Joshua Vagnoman) blockieren. Darüber hinaus will das Blatt erfahren haben, dass die Verantwortlichen beim HSV nicht ganz überzeugt von dieser Personalie sein sollen.
Immerhin ist Johnson schon 32 Jahre alt.
Was den anderen Gladbacher, Tobias Strobl (29), betrifft, wäre dieser Transfer weit mehr nach dem Gusto des Trainers (und der Bosse). Doch scheint dieser Deal finanziell nicht darstellbar zu sein. Zudem will die Mopo erfahren haben, dass Strobl immer noch darauf hofft, bei Gladbach zu verlängern (auch sein Vertrag läuft im Sommer aus), um am Niederrhein noch mal richtig anzugreifen.
Bozenik-Transfer zum HSV wird immer wahrscheinlicher
In der Causa Robert Bozenik hingegen scheint es momentan gut zu laufen.
Wie die Mopo heute berichtet, sollen sich Bozeniks Berater Martin Petras und der HSV bereits in Hamburg zu konkreten Verhandlungen getroffen haben. Ein Anzeichen dafür, wie ernsthaft das Interesse des HSV ist.
Des weiteren soll sich Petras auch bei Nürnbergs früherem Idol Marek Mintal (wie Bozenik Slowake) erkundigt haben, ob Hamburg eine gute Adresse für seinen Klienten wäre. Hintergrund: Mintal trainierte von 2009 bis 2011 unter dem heutigen HSV-Trainer Dieter Hecking. Dem Bericht nach erhofft sich Bozeniks aktueller Klub MSK Zilina eine Ablösesumme von drei Millionen Euro. Der Marktwert des Spielers liegt laut transfermarkt.de bei einer Million Euro. Von daher ist es gut möglich, dass sich beide Parteien am Ende tatsächlich auf die von uns prognostizierten zwei Millionen Euro einigen.
Neben dem HSV sollen auch Klubs aus England, Frankreich, Italien und Holland an dem Spieler dran sein. Doch offenbar tendiert der 20-jährige Slowake tatsächlich in Richtung Hamburg.