Nach der 2:3-Niederlage gegen Union Berlin hat sich der ​FSV Mainz 05 als dritter Verein in dieser Saison von seinem Trainer getrennt und Sandro Schwarz entlassen. Dabei soll sich der Aufsichtsrat dem Sportvorstand jedoch massiv aufgedrängt haben. Könnte Rouven Schröder nun seine Entscheidung, in Mainz zu bleiben, revidieren und wieder ein Thema in Gladbach werden?


Dass es für Mainz 05 in jeder Saison eine neue Herausforderung ist, nicht in den Abstiegskampf zu geraten, weiß man seit vielen Jahren. Mit Sandro Schwarz stand man nun nach elf Spieltagen mit nur neun Punkten auf dem 16. Tabellenplatz - nach der Niederlage gegen Aufsteiger ​Union Berlin soll sich dem kicker zufolge der eigentlich nur kontrollierende Aufsichtsrat stark in die Trainerfrage eingemischt und eine Entlassung von Schwarz gefordert haben. 


Posten in Gladbach könnte für Schröder erneut interessant werden


Eine Entscheidung, die Sportvorstand Rouven Schröder - der Schwarz demnach bereits im Frühjahr 2018 vor Kritik des Aufsichtsrats schützen musste - gar nicht schmecken dürfte. Erst vor rund einem Jahr entschied sich Schröder, auch auf Drängen seitens Trainer Schwarz, noch länger in Mainz zu bleiben (Vertrag bis 2022). 


Im letzten Sommer gab es Avancen von ​Borussia Mönchengladbach - dort schien Max Eberl eine ​neu formierte Aufstellung in der sportlichen Führungsetage zu planen. So war es denkbar, dass Sportdirektor Eberl zum Sportvorstand aufsteigt und Schröder als neuer Sportdirektor mit ihm zusammenarbeitet. 


Aufgrund der Enttäuschung und der Einmischung des Mainzer Aufsichtsrats könnte Schröder diese Vorstellung erneut überdenken. Laut kicker empfand er diese mögliche Konstellation bei der Fohlenelf inklusive des Wechsels bereits im Sommer als reizvoll. 


Nichtsdestotrotz hat der 44-Jährige momentan nur wenig Zeit, sich über seine persönliche Laufbahn Gedanken zu machen - während die Trainersuche läuft, übernehmen die Co-Trainer Michael Falkenmayer und Jan-Moritz Lichte die Einheiten. Als mögliche Kandidaten gelten derzeit Pal Dardai, ​Heiko Herrlich und Peter Stöger.