​Der FC Bayern beschäftigt sich nach wie vor mit einem Transfer von Leroy Sané. Aufsichtsrat-Mitglied Edmund Stoiber deutete gegenüber der Sport Bild einen weiteren Versuch an: "Man wird sehen, wie sich der Kontakt entwickelt."


Im Sommer hätte es fast geklappt: Nach wochenlangem Transferpoker stand der Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern München dem Vernehmen nach kurz bevor - doch ausgerechnet in dem Spiel, das sein letztes für ​Manchester City sein sollte, verletzte sich der Nationalspieler am Kreuzband; der Transfer platzte kurzfristig. Die Münchener nahmen vorerst Abstand und liehen stattdessen Ivan Perisic und Philippe Coutinho aus.


Doch trotz der unglücklichen Wende im Wechseltheater schien das Interesse des deutschen Rekordmeisters nie erkaltet zu sein. Auch nach Ende des Transferfensters machten zahlreiche Meldungen die Runde, wonach der ​FC Bayern spätestens im Sommer 2020 einen neuen Anlauf starten werde.


FC Bayern weiß, "was verlangt wurde"


Im Gespräch mit der Sport Bild bezog Edmund Stoiber Stellung zu der Thematik und bestätigte, dass man weiterhin in Kontakt sei und die Rahmenbedingungen für einen ​Transfer kenne: "Es gab die Diskussion um Sané. Durch die unglückliche Verletzung und die Operation hat sich das erst mal zerschlagen. Man wird sehen, wie sich der Kontakt entwickelt. Als Vorsitzender des Verwaltungsbeirats und Mitglied des Aufsichtsrats habe ich großes Vertrauen in die sportliche Führung. Wenn sie einen Transfer dieser Größenordnung vorschlagen, dann ist das begründet. Wir wissen, was verlangt wurde, wie die Summe nach oben getrieben wurde."

Leroy Sane

Passend dazu berichteten Sky und Bayern-Insider Christian Falk vor knapp zwei Wochen, ​dass Sané nach wie vor an die Säbener Straße wechseln möchte. ManCity soll sich derweil auf einen Abgang des Ex-Schalkers vorbereiten und bereits Mikel Oyarzabal als Nachfolger ins Visier genommen haben - vieles läuft für den FC Bayern somit in die richtige Richtung.


Kommt Sané, muss Coutinho wohl wieder gehen


Ein Transfer von Sané würde wohl auch unmittelbare Folgen für Philippe Coutinho haben, der im Sommer für ein Jahr vom ​FC Barcelona ausgeliehen wurde und als Star-Transfer gefeiert wurde. Bislang hat der Brasilianer jedoch Probleme, seine Topform konstant abzurufen - unter Interimscoach Hansi Flick stand er zweimal in Folge nicht in der Startelf. Sollte Sané kommen, ist Coutinhos Zeit an der Säbener Straße abgelaufen; zumal die Münchener nach wie vor einen Transfer von Kai Havertz realisieren möchten.