​Beendet ​Hertha-Verteidiger Niklas Stark endlich seinen Nationalelf-Fluch? Sechsmal stand der 24-Jährige bereits im Kader von Jogi Löw. Als die Chance auf das DFB-Debüt zuletzt gegen Argentinien und Estland zum Greifen nah war, fehlte er zunächst gegen die Gauchos wegen einer Grippe und ​verletzte sich vor der Estland-Partie kurios am Fuß. Jetzt soll es endlich klappen - Stark lässt sich dieses Mal auch nicht von einem Nasenbeinbruch stoppen.


Am vergangenen ​Bundesliga-Spieltag brach sich der Innenverteidiger bei Herthas 2:4-Pleite gegen ​RB Leipzig die Nase. Dennoch erschien er am Dienstag zum Treffpunkt der Nationalmannschaft. Tief gezeichnet mit einer Schiene an der Nase und dicken Veilchen unter den Augen. 


"Ich hatte eine kleine OP. Es ist alles gut verlaufen. Ich hoffe, dass ich das Debüt feiern kann. Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht", wird Stark vom Sportbuzzer zitiert. "Wenn der Bundestrainer anruft und sagt, er will mich dabei haben, dann komme ich, wenn ich laufen kann, deswegen bin ich hier", gab sich Stark kämpferisch. "Ich will den Traum wahrwerden lassen, ein Teil dieser Mannschaft sein. Ich werde alles freiräumen. Alles hochstellen. Dann klappt das schon", spielte er scherzhaft auf seinen Hotel-Unfall vor dem Estland-Spiel an, bei dem er sich am Tisch seines Zimmers eine tiefe Schnittwunde zuzog (via kicker).


Stark winkt gegen Weißrussland und Nordirland endlich das Debüt


Die Chancen auf einen Einsatz zum Abschluss der EM-Qualifikation trotz des Handicaps gut. Wie der kicker berichtet, soll Löw seinem Schützling eine Einsatzgarantie gegeben haben, sollten die Ärzte grünes Licht für einen Einsatz mit einer Maske geben. 


Hinter Matthias Ginter und Jonathan Tah scheint Stark in der aktuellen Innenverteidiger-Hierarchie als dritter zu folgen. Am Samstag trifft die Löw-Elf in Mönchengladbach auf Weißrussland, drei Tage später folgt das Heimspiel gegen Nordirland in Frankfurt (jeweils um 20.45 Uhr).