Braucht Dortmund noch einen neuen Stürmer? Vor Beginn der Saison gab es aus dem ​BVB-Fanlager einige kritische Stimmen, die auf eine Verstärkung der Stürmerposition pochten. Dort kann neben Paco Alcacer nur noch Allrounder Mario Götze (und im Notfall Marco Reus) spielen. Nach dem famosen 5:1-Sieg gegen den FC Augsburg lassen sich die kritischen Stimmen nun vollends widerlegen.


Im 90min-Bundesliga-Voting ist Alcacer deutlich der Mann des Spieltages. Dies äußert sich auch in den Zahlen und Fakten: Alcacer spielte das Spiel durch, erzielte zwei Tore und legte ein weiteres auf. Alcacer war der Dreh- und Angelpunkt für den Dortmunder Angriff.

Paco Alcacer

Alcacer hatte vergangenen Samstag allen Grund zum Jubeln



Wichtig für Alcacer: Er konnte durchspielen. Dies ist angesichts der vergangenen Saison ein Novum. Damals kam der Spanier mit katastrophalen Fitnesswerten zum BVB und konnte seinem Team entweder nur über knapp 60 Minuten oder von der Bank aus helfen. Sturmkonkurrent Götze rotierte sich mit Alcacer durch die Saison. Zwar durchaus erfolgreich, doch mancherorts forderte man eine Dauerlösung im Sturm.


Diese Dauerlösung ist nun Alcacer, der sich im Sommer ordentlich Ausdauer antrainiert hat. Der 25-Jährige ist nun da, wo ihn die BVB-Bosse sehen wollen: Als Stammkraft im Sturm und voller Selbstvertrauen. Damit ist die Diskussion um einen weiteren Stürmer vom Tisch, denn mit dem Duo Alcacer und Götze sieht man sich gut genug aufgestellt.


Alcacer beweist seine Klasse


Vielmehr kann Alcacer nun endlich zeigen, was wirklich in ihm steckt. Einst sagte man dem Spanier eine Weltkarriere voraus, als er bis 2016 noch in Valencia kickte. Die laufende Saison könnte der endgültige Durchbruch für den 15-maligen Nationalspieler sein, denn macht er so weiter wie gegen Augsburg, wird sich Alcacer zurecht als einen der besten Stürmer Europas nennen dürfen.


Doch Alcacer muss mit diesem Druck und den Vorschusslorbeeren nun erstmal zurecht kommen, doch eine gewisse Konstanz in seinen Leistungen traut man ihm nicht nur beim BVB zu. Anders gesagt: Paco Alcacer wird der Bundesliga noch viel Spaß bereiten.