Ab dem heutigen Sonntag beginnt endgültig eine neue Zeitrechnung bei Borussia Mönchengladbach. Im Borussia-Park absolvierte die Mannschaft vor den Augen der Fans die erste Trainingseinheit unter dem neuen Cheftrainer Marco Rose, der sofort zu erkennen gab, welchen Einsatz er von seinen neuen Spielern fordert. Unterdessen erklärte Sportdirektor Max Eberl in einem auf Instagram veröffentlichten Interview mit Christian Straßburger, dass die Fohlen noch nach zwei Neuzugängen fahnden. ​ 


Marco Rose steht für schnellen, intensiven Fußball, die Verpflichtungen von Stefan Lainer und Breel Embolo waren daher alles andere als verwunderlich. Der 42-Jährige erklärte bei seiner Präsentation, dass er und sein Trainerteam bei der Arbeit auf dem Platz das vorleben werden, was die Mannschaft künftig in der Bundesliga und der Europa League abliefern soll. "Unsere Spielidee beruht auf Emotionalität, Gier und Aktivität", erklärte Rose, "das bedeutet, dass wir sehr aktiv gegen Ball arbeiten wollen, viel sprinten möchten, dass wir die Bälle hoch gewinnen, um kurze Wege zum Tor zu haben" (via WAZ).

​​Einige Fans waren bei der ersten Trainingseinheit im Borussia-Park dabei. Der erste Eindruck: Rose zeige sich engagiert, gestikuliere immer wieder, unterbreche die Übungen, um Anweisungen zu geben oder Dinge zu korrigieren. Die Spieler seien derweil aggressiv, würden härter in den Zweikämpfen zur Sache gehen als unter Dieter Hecking und "direkt 100 Prozent" geben. Der Trainer habe gleich Wert auf intensives Pressing gelegt, zudem zeichne sich bereits das schnelle, vertikale Offensivspiel ab, das Rose künftig durchsetzen will.



Ein Defensivspezialist, ein Angreifer: Die Planspiele von Max Eberl


Die Kaderplanung ist nach den Transfers von Lainer, Embolo und Ersatztorhüter Max Grün bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, aber noch nicht abgeschlossen. "Es hat sich ein bisschen was geändert, weil die Zahlen der Transfers größer geworden sind, sowohl Abgänge als auch Zugänge", erklärt Max Eberl auf dem Instagram-Account der Borussia die bislang zähe Suche nach Neuverstärkungen. "Dementsprechend weißt du gar nicht: Was habe ich zur Verfügung? Das ist schon ein großer Unterschied und das macht auch das Holen von Spielern etwas komplizierter."

Max Eberl

​Max Eberl hofft darauf, bis zum Trainingslager in zwei Wochen die übrigen Neuzugänge präsentieren zu können.


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Der Sportdirektor wolle "geschickt" auf dem Markt agieren. Fünf Neuzugänge sollen insgesamt verpflichtet werden, weshalb nach den bisherigen Transfers noch zwei Spieler kommen sollen. Neben einem weiteren Offensivspieler werde noch ein Neuzugang für die Abwehr gesucht. Bis zum Trainingslager, das vom 14. bis zum 21. Juli in Rottach-Egern am Tegernsee stattfinden wird, soll der Mannschaftskader im Optimalfall vollständig sein.


​Malang Sarr zeichnet sich als die bislang wahrscheinlichste Option für die Abwehr ab. Für die Offensive wurden mit ​Marcus Thuram und Flavien Tait sogar zwei Namen sehr konkret mit Gladbach in Verbindung gebracht. Zwei der drei genannten Spieler werden sich höchstwahrscheinlich bald ebenfalls Gladbach anschließen.