​In der Sommerpause stehen neben den beiden EM-Qualifikationsspielen der deutschen A-Nationalmannschaft (8. und 11. Juni) auch die ​Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) und die U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni) auf dem Programm. Dank der UEFA müssen sich die Fans auf unterschiedliche Regeln einstellen.


Das International Football Association Board (IFAB) hat auch in diesem Jahr das Regelwerk überarbeitet und einige Anpassungen vorgenommen. Änderungen gibt es unter anderem bei Freistößen und der umstrittenen Handspielregel. Zum 1. Juni wurden die neuen Regeln offiziell eingeführt. Die UEFA kündigte am Dienstag überraschend an, dass man die Änderungen erst ab dem 25. Juni übernehmen wird. Damit will der Verband verhindern, "dass es durch eine kurze Vorbereitungszeit zu Störungen kommt". 


                     ​Die wichtigsten Regeländerungen gibt es ​​hier zusammengefasst


Für die Mannschaft von ​Bundestrainer Joachim Löw bleibt damit in den EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland und Estland alles beim Alten. Auch bei der U21-Europameisterschaft finden die alten Regeln Anwendung, worüber Nationaltrainer Stefan Kuntz alles andere als begeistert ist. "Ich kann das absolut nicht verstehen. Wir bereiten uns auf die neuen Regeln vor und dann das", schimpfte der Ex-Profi im Interview mit der Bild-Zeitung. "Auch die Begründung ist komisch: Es gäbe zu viel Durcheinander - wir sind alle Profis, können uns auf so was einstellen."

Stefan Kuntz

Seit Sommer 2016 U21-Nationaltrainer: Stefan Kuntz



Da die Verantwortlichen der FIFA anderer Auffassung sind, gelten bei der Frauen-WM die neuen Regeln. Den Damen ist es beispielsweise erlaubt, den Ball nach einem Abstoß innerhalb des Strafraums zu berühren oder anzunehmen. Bei den Herren muss das Spielgerät weiterhin den Sechzehner verlassen. Andernfalls wird der Abstoß erneut ausgeführt. Das neue Regelwerk macht sich auch bei Spielerwechseln bemerkbar. Bei der Frauen-WM muss die ausgewechselte Spielerin den Platz an der nächstgelegenen Auslinie verlassen.