Im Rennen um Martin Ödegaard bekommt Bayer Leverkusen offenbar Konkurrenz aus den Niederlanden: Wie der Telegraaf berichtet, soll sich das norwegische Offensiv-Talent von ​Real Madrid am Dienstag mit Ajax-Sportdirektor Marc Overmars getroffen haben. Allerdings bevorzugen die Blancos offenbar einen Transfer in die Bundesliga.


Das Interesse des niederländischen Rekordmeisters an Ödegaard kommt nicht von ungefähr. In den letzten beiden Spielzeiten wurde er von Real Madrid zunächst an den SC Heerenveen und später an Vitesse Arnheim verliehen. Bei letzterem Verein blühte der Flügelspieler regelrecht auf, war in 39 Pflichtspielen an 23 Toren beteiligt und macht sich somit für weitere Vereine interessant. 


Wie es heißt, habe er sich einen Tag nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Utrecht im Kampf um einen Platz in der Europa League mit Overmars in der Johan Cruijff ArenA getroffen. Der Sportdirektor habe ihn bei einem Gespräch von einem Wechsel nach Amsterdam überzeugen wollen, um sich bereits für einen möglichen Abgang von Flügelspieler Hakim Ziyech abzusichern. 


In Madrid hat Ödegaard unter Zinedine Zidane trotz guter Leistungen keine Zukunft, weshalb sich unter anderem auch Bayer Leverkusen nach dem Abgang von Julian Brandt mit dem einstigen Nachwuchstalent beschäftigen soll. Zwar sei lediglich ein Leihgeschäft möglich, doch die Madrilenen machten bereits in der Vergangenheit beim Transfer von Rechtsverteidiger Dani Carvajal positive Erfahrungen mit dem Bundesligisten.

Zwar stehe nun auch eine zweijährige Leihe zu Ajax, das neben Hakim Ziyech, Frenkie de Jong und Matthijs de Ligt möglicherweise Donny van de Beek verlieren wird, im Raum, jedoch strebe Real eine Einigung mit den Leverkusenern an. Die Gründe dafür seien zum einen, dass die Mannschaft von Peter Bosz in der Gruppenphase gesetzt ist - Ajax hingegen muss zunächst in der Qualifikation antreten -, zum anderen schätzen die Verantwortlichen den Wettbewerb in der Bundesliga größer ein als in der niederländischen Eredivisie. Jedoch, so heißt es, entscheide Ödegaard letzten Endes selbst über seine Zukunft.