LONDON, ENGLAND - SEPTEMBER 29:  Aaron Ramsey of Arsenal on the bench before the UEFA Champions League match between Arsenal and Olympiacos at the Emirates Stadium on September 29, 2015 in London, United Kingdom.  (Photo by Catherine Ivill - AMA/Getty Images)

Wer verpflichtet Aaron Ramsey? Der Stand der Dinge bei den potenziellen Abnehmern

Dafür, dass Aaron Ramsey bezüglich seines Gehalts so hoch gepokert haben soll, halten sich die potenziellen Abnehmer für den bald ablösefreien Mittelfeldspieler noch sehr zurück. Mit seinem überschäumenden Interesse geht zumindest keiner der Top-Klubs hausieren, wenn es darum geht, den 27-Jährigen Waliser unter Vertrag zu nehmen.


Von gewissen Medien ins Gespräch gebracht wurden immer wieder verschiedene Fußball-Giganten. So sollen aus der Premier League nicht nur FC Chelsea und FC Liverpool, sondern auch Manchester United interessiert sein. Außerdem wurden Bayern München und Juventus Turin neben den Mailänder Klubs genannt. Doch die wahrscheinlichsten Optionen begrenzen sich auf einige wenige Vereine.  

1. AS Rom

Zum Beispiel die AS Rom. Der Corriere dello Sport spekulierte zuletzt, dass Ramsey im Tausch für den tschechischen Stürmer Patrik Schick in die italienische Hauptstadt wechseln könnte. Somit würde sich die Roma eine Ablösesumme sechs Monate vor Vertragsende sparen und könnte sich von Schick trennen, der mit nur drei Toren in 22 Spielen unter den Erwartungen blieb.


Für Rom wäre Ramsey sicherlich eine Verstärkung. Doch wenn es nach deren Sportdirektor Monchi geht, kommt das Geschäft nicht zustande: „Schick? Wir setzen große Stücke auf ihn, er wird uns nicht verlassen“, sagte er dem italienischen Fußballjournalisten Gianluca Di Marzio. Auch dürfte sich Rom finanziell nicht so weit aus dem Fenster lehnen wollen. Insofern ist an einem Wechsel in die Serie A wohl nicht so viel dran.

2. Juventus Turin

Zumindest nicht nach Rom. Wahrscheinlicher scheint aktuell ein Transfer zur Alten Dame der Liga zu sein: Wie die britische The Sun heute berichtet, soll Juventus Turin ein ernsthafter Konkurrent im Werben um Ramsey sein. Das Medium will sogar erfahren haben, dass Juventus bereit wäre, dem Wechselwilligen ein jährliches Gehalt über 11,6 Millionen Euro zu zahlen.


Ein Wechsel für Ramsey sollte sich lohnen. Seit 2008 ist er bereits bei Arsenal und verdient dort kolportierte 6,4 Millionen Euro jährlich. Der kommende Schritt könnte somit sein letzter großer Aufstieg werden, bei dem das Gehalt sicherlich eine Rolle spielt. Juventus hat scheinbar vorgelegt.  

3. Paris Saint-Germain

Mit dem französischen Meister wirft ein weiterer finanzstarker Mitbewerber seinen Hut in den Ring. Paris Saint-Germain soll sich sehr für Aaron Ramsey interessieren, wie das französische Online-Portal Paris United berichtete. Das Interesse gehe so weit, dass Trainer Thomas Tuchel bereits mit Ramseys langjährigen Coach Arsène Wenger gesprochen haben und schon Kontakt zu Ramsey hergestellt haben soll.


Für Paris käme die Erfahrung eines Ramsey genau richtig für die ambitionierten Ziele in der Champions League. Wie bekannt wurde, soll Tuchel im vergangenen Sommer nicht alle seine Wunschtransfers erfüllt bekommen haben, sodass man dem Deutschen im Falle von Ramsey entgegen kommen dürfte. Das Geld ist in jedem Fall da.  

4. FC Bayern München

Verwirrspiel um Ramseys Rolle in den Gedankenspielen des FC Bayern München: Nachdem die britische Independent erst berichtete, dass der deutsche Rekordmeister zuversichtlich sei, mit Ramsey zu einer Einigung zu kommen, dementierte Bild diese Entwicklung: Von einer Einigung könne keine Rede sein, behauptete das Medium.


Ramsey hat die Premier League in seiner Karriere noch nie verlassen und wäre daher ein riskanter Transfer für die Münchner. Allerdings ist er mit 27 Jahren sicherlich noch flexibel in seinem Spilstil und würde von seinen Anlangen bezüglich Spielstärke gut in die Bundesliga passen.


Mit einem Transfer von Ramsey könnte sich Bayern für die kommende Spielzeit auf breiter Ebene gegen Formschwächen oder mögliche Abgänge im Sommer absichern. Präsident Uli Hoeneß kündigte ein „neues Gesicht“ für das kommende Jahr an – ob er damit den Verein als Ganzes oder unter Umständen auch konkret Ramsey meinte, muss nun abgewartet werden. Bayern scheint trotz der Verwirrungen die Nase vorn zu haben.

Bislang bleibt es bei den Spekulationen. Es muss abgewartet werden, ob ein Abgang Ramseys in der Winterpause schon zustande kommt oder er seinen Vertrag bis zum Sommer 2019 erfüllen wird. Allerdings scheinen die Bayern aus München momentan die besten Karten im Poker um den begehrten Waliser zu haben.