5 Gründe, wieso der BVB den FC Bayern im Topspiel bezwingt

Am kommenden Samstag richten sich ab 18.30 Uhr alle Augen auf den Signal-Iduna-Park, wenn Borussia Dortmund am elften Spieltag den FC Bayern München empfängt.


Jährlich sind die beiden Duelle in der Bundesliga die Highlights der Saison, dieses Mal steht die Begegnung jedoch wieder unter einem besonderen Vorzeichen. Der BVB geht als Tabellenführer in die Partie, und wird dies aufgrund des Vorsprungs von vier Punkten auf die Bayern sowie Borussia Mönchengladbach auch in jedem Fall bleiben. 


Bei einem Sieg hätte man gar sieben Zähler Vorsprung auf den Rekordmeister, der in den vergangenen Wochen so schwach und uninspiriert wie selten wirkte. 


Da die Partie allerdings nicht irgendein normales Bundesligaspiel ist, ist kaum auszumachen, wer nach 90 Minuten als Sieger vom Platz gehen wird. Im Folgenden nennen wir jedoch fünf Gründe, wieso Borussia Dortmund die drei Punkte im eigenen Stadion behalten wird.

1. Ideenlose Bayern

Ja, der Rekordmeister hat fünf der letzten sechs Pflichtspiele gewonnen und ließ lediglich gegen den SC Freiburg zwei Zähler liegen, aber: Überzeugen konnte die Mannschaft von Niko Kovac selten. Das Offensivspiel ist zu statisch und zu berechenbar, Überraschungsmomente gibt es wenige. Selbst gegen AEK Athen mussten ein Elfmeter sowie ein Eckball her, um die Entscheidung herbeizuführen. Gegen den BVB, der trotz einiger defensiver Wackler bereits bewiesen hat, dass die Abwehr funktioniert, dürfte es kaum leichter werden.

2. Der BVB steht für spektakuläres Angriffsspiel

Vorne träge, hinten anfällig: In der Bundesliga kassierten die Münchner in den vergangenen sieben Spielen zehn Gegentore. Erschreckend schwach ist vor allem die Bilanz von Manuel Neuer, der in den vergangenen Wochen acht Schüsse auf sein Tor bekam und keinen der Versuche parieren konnte. 


Gerade gegen Dortmund könnte diese Statistik zum Verhängnis werden, denn: Keiner hat bislang so oft getroffen wie der BVB. Nach zehn Spieltagen stehen bereits 30 Tore zu Buche. Das schnelle und dynamische Angriffsspiel sorgt immer wieder für Torgefahr. Wenn die Mannschaft einmal ins Rollen kommt, ist sie nur schwer zu bändigen - eine schwere Aufgabe für jeden Gegner.

3. Die Erfahrung innerhalb der Mannschaft

Derzeit stechen vor allem die jungen Spieler wie Jadon Sancho, Christian Pulisic oder Jacob Bruun Larsen hervor, doch die Erfahrung dahinter spielt eine mehr als wichtige Rolle.


Damit ist nicht nur Axel Witsel gemeint, der wohl der größte Stabilisator innerhalb der Mannschaft ist. Neben ihm und Thomas Delaney ist vor allem Marco Reus einer der Schlüsselspieler. 


Der 29-Jährige ist der richtige Kapitän für die Mannschaft, reißt seine Mitspieler immer wieder mit und ist mit sechs Toren und fünf Vorlagen zudem der beste Scorer im vereinsinternen Ranking. Duelle wie das Top-Spiel gegen den FC Bayern ist er seit vielen Jahren gewohnt, ähnlich wie Witsel, der 98 Europapokalspiele auf dem Konto hat und daher genau weiß, worauf es gegen solche Gegner ankommt.

4. Lucien Favre weiß, wie man die Bayern schlägt

Lucien Favre genießt speziell in Deutschland einen exzellenten Ruf, weshalb es wenig verwunderlich war, dass sich die Verantwortlichen des BVB früher oder später mit dem Schweizer auseinandersetzen würden.


Den Grundstein dafür legte er einst bei Hertha BSC, allerdings bleibt den meisten wohl die Zeit bei Borussia Mönchengladbach in Erinnerung. Favre führte die Fohlen bis in die Champions League und formte den Klub wieder zu einem echten Angstgegner des FC Bayern.


Bislang trat er 14 Mal als Trainer gegen den Rekordmeister an. Die Bilanz: Vier Siege, drei Remis, sieben Niederlagen. Das letzte Duell gewann die Borussia am 26. Spieltag der Saison 2014/15 mit 2:0 für sich, zuvor gab es ein 0:0-Remis.

5. Der Heimvorteil

Mit zwölf Punkten belegt der FC Bayern in der Auswärtstabelle den ersten Platz. Allerdings ist der Signal-Iduna-Park zuletzt wieder an die Art Fußball gewöhnt worden, die an die wohl erfolgreichste Zeit unter Jürgen Klopp erinnert.


Von den acht bisherigen Heimspielen wurden sieben gewonnen, einzig Hertha BSC rang den Borussen ein Unentschieden ab. So wurde auch Atlético Madrid, das sich vor wenigen Tagen im Wanda Metropolitano revanchierte, in der Champions League gar mit 4:0 abgeschossen.


Wettbewerbsübergreifend hat der BVB allein im eigenen Stadion 30 Tore erzielt. Zwar gingen drei der letzten vier Heimspiele gegen den FC Bayern verloren, doch die Vorzeichen sind völlig anders in der Vergangenheit, weshalb sich die rund 81.000 Zuschauer auf ein Spektakel freuen dürfen.

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