Nach der Vizemeisterschaft in der abgelaufenen Saison wird der FC Schalke zum ersten Mal seit der Saison 2014/15 wieder in der Champions League auflaufen. Doch der Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco drohen bei der Auslosung am 30. August einige Konstellationen, bei denen die Rückkehr in die Königsklasse nur bedingt angenehm ausfallen könnte, denn: Schalke befindet sich lediglich im dritten Lostopf.


Auf internationaler Ebene verliefen die vergangenen Jahre für den FC Schalke 04 eher mittelmäßig. Nachdem man im Jahr 2011 in das Halbfinale der UEFA Champions League einzog und sich unter anderem drei Mal nacheinander für die Königsklasse qualifizierte, schafften es die Knappen in der jüngeren Vergangenheit lediglich zwei Mal in die Europa League. 


Zwar erreichte man dort im letzten Anlauf immerhin das Viertelfinale, in dem man an Ajax Amsterdam scheiterte, doch eine erneute Qualifikation für den internationalen Wettbewerb schlug fehl - mit Folgen. In der offiziellen Rangliste der UEFA, in der die Vereine mit Hilfe des sogenannten Klub-Koeffizienten mit Punkten belohnt und tabellarisch aufgelistet werden, liegen die Schalker mit insgesamt 62.000 Punkten lediglich auf Platz 24. Zum Vergleich: Real Madrid, das das Ranking derzeit anführt, kann 160.000 Zähler vorweisen, der FC Bayern München 135.000.

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 Mit einem 4:3-Sieg bei Real Madrid verabschiedete sich der FC Schalke 04 im März 2015              vorerst aus der Champions League - nun kehren die Knappen zurück


Wie unter anderem der ​kicker berichtet, ist der FC Schalke daher bei der Auslosung der Gruppenphase am 30. August in Nyon im dritten Lostopf gesetzt, unter anderem mit ZSKA Moskau. Das birgt Brisanz für eine gefährliche Gruppenkonstellation: Im ersten Lostopf befinden sich die Meister der sechs besten Ligen, hinzu kommen jeweils der Sieger der Champions League und der Europa League. Neben Bayern München sind daher unter anderem der FC Barcelona, Manchester City, Juventus Turin, Paris St. Germain, Atletico Madrid und der Sieger des Champions League Finals zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool als Gruppenköpfe gesetzt.


Während der Verlierer des Finales von Kiew im zweiten Lostopf landet, befinden sich darunter zusätzlich Vereine wie Manchester United, der FC Porto, SSC Neapel oder unter Umständen der AS Rom. Somit könnte Schalke im schlimmsten Fall auf den FC Barcelona und dem SSC Neapel oder Juventus Turin und Manchester United treffen. 


In welchen Töpfen sich die anderen deutschen Teilnehmer befinden werden, ist ebenfalls schon geklärt. Während Borussia Dortmund in Lostopf zwei gesetzt sein wird, landet die TSG Hoffenheim als Champions-League-Neuling gar im vierten Topf. Allerdings dürften sich alle Beteiligten zunächst einmal grundsätzlich darüber freuen, überhaupt wieder im höchsten europäischen Vereinswettbewerb vertreten zu sein und dadurch zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe einzustreichen.