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1. FC Köln

1. FC Köln: Baumgart hakt gegen Bornauw nach und fordert mehr eigene Talente

Christian Gaul
Steffen Baumgart spricht erneut Klartext
Steffen Baumgart spricht erneut Klartext / Christof Koepsel/Getty Images
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Trainer Steffen Baumgart erklärt vor dem Liga-Start die Situation des 1. FC Köln und stichelt dabei gegen den Ex-Spieler Sebastiaan Bornauw.


Der FC empfängt am kommenden Sonntag zum Auftakt der neuen Saison die Mannschaft von Hertha BSC. Dabei treffen genau genommen zwei Welten aufeinander. Denn während die Hauptstädter sich externer Geld-Esel bedienen können, müssen die Kölner auf absoluter Sparflamme agieren.

"Wir haben eine ganz große Zeit über den Verhältnissen gelebt. Das sieht man auch an einigen Verträgen, die jetzt nicht mehr angepasst werden können und dementsprechend dem Verein weh tun", benannte Kölns neuer Trainer Steffen Baumgart einen Fehler der Vergangenheit, welcher dem FC nun auf die Füße fällt (via geissblog.koeln).

Um für die Zukunft einigermaßen stabil aufgestellt sein zu können, wird sich der FC noch von einem Stamm-Spieler trennen müssen. Dabei steht weiterhin der Verkauf von Ellyes Skhiri im Raum. Doch noch fehlt ein Abnehmer für den Tunesier und Baumgart zeigt sich auf mehreren Ebenen froh, den 26-Jährigen vorerst noch bei sich wissen zu können. Zudem nutzte er die Gelegenheit, um den vollzogenen Wechsel von Sebastiaan Bornauw zum VfL Wolfsburg zu kommentieren.

Bornauw hinterlässt Unmut

Mark van Bommel, Admir Mehmedi, Sebastiaan Bornauw
Christof Koepsel/Getty Images


"Ellyes Skhiri fühlt sich hier wohl. Das Zeichen habe ich von ihm. Nicht, indem er mir das sagt, sondern indem er dementsprechend trainiert. Das ist der Unterschied zu dem einen oder anderen Spieler, der hier weg wollte und das nicht gemacht hat", stichelte der FC-Trainer wohl in Richtung Bornauw.

Doch Sticheleien und Verbitterung helfen dem FC derzeit wenig. Deshalb verwies Baumgart auch auf den einzuschlagenden Weg, um aus der wirtschaftlichen Krise gestärkt hervorzugehen.

"Es geht nicht darum, ob wir hundert Millionen ausgeben können oder nicht. Wir haben eine sehr gute Nachwuchsarbeit, müssen die Jungs aber auch fördern und nicht gleich wo anders hinschauen", bezog sich Baumgart auf den verstärkten Fokus auf Eigengewächse, statt sich im Ausland oder bei anderen deutschen Klubs zu bedienen.

Man kann Baumgart nur beipflichten und hoffen, dass der FC diese Marschroute geschlossen verfolgen wird. Denn der neue Trainer scheint nur dann sein volles Potenzial entfalten zu können, wenn er das Vertrauen bekommt, diese jungen Talente im eigenen Haus zu finden und zu fördern.

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