1. FC Köln

Effzeh-Sportchef Keller zählt Adamyan an: "Er kann mehr, als er gezeigt hat"

Dominik Hager
Bei Adamyan läuft es noch nicht rund
Bei Adamyan läuft es noch nicht rund / Boris Streubel/GettyImages
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Der 1. FC Köln hat zwar einen überraschend starken Saisonstart hingelegt, in der zweiten Hälfte der Hinserie jedoch mehr und mehr den Faden verloren. Seit dem Abgang von Modeste klemmt es insbesondere in der Offensive. Die Harmlosigkeit vor dem Tor symbolisiert mitunter Neuzugang Sargis Adamyan, der erst einen Bundesliga-Treffer erzielen konnte. Geschäftsführer Keller fordert mehr vom 29-Jährigen.


Für den 1. FC Köln ist wieder Abstiegskampf angesagt - das lässt sich nicht beschönigen. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Rang 17 vier und auf Rang 16 drei Zähler. Immerhin kann man sich nach dem europäischen Abenteuer nun auch voll auf die Liga konzentrieren.

Der Effzeh verlor in der Liga fünf der letzten sechs Spiele, was an einer wackligen Defensive und der fehlenden Torgefahr in der Offensive lag. Eine Rolle spielte dabei auch die Chancenverwertung. Als erstes kommt einem dabei natürlich der Fehlschuss von Adamyan gegen die Hertha in den Sinn, als der Neuzugang fünf Meter vor dem freien Tor drüber schoss. Es war jedoch nicht die einzige Gelegenheit, die Adamyan in der Hinrunde vergab.

Keller kritisiert Adamyan: "Er kann mehr"

Demnach zeigte sich auch Geschäftsführer Keller unzufrieden. "Er kann mehr, als er bislang gezeigt hat. Das ist aber nicht nur unsere Meinung, sondern das weiß auch Sargis selbst", erklärte er laut kicker. Zwar habe Adamyan immerhin seinen körperlichen Rückstand aufgeholt, müsse nun aber "das Spielmuster, dass der Trainer vorgibt, besser aufnehmen". Die Schwierigkeit liegt laut Keller darin, dass Adamyan ein "intuitiver Spieler" sei. Der Angreifer agiere "unglücklich", was auch dem "fehlenden Selbstvertrauen" geschuldet sei.

Trotz allem möchte der Kölner Geschäftsführer seine Hoffnungen weiter in den Ex-Hoffenheimer setzen. "Ich bin zuversichtlich, dass seine Leistung im neuen Jahr in die gewünschte Richtung geht", erklärte er. Es sei ja auch nicht so, dass man "sein Potential gar nicht gesehen hätte".

Klar ist aber auch, dass Adamyan die Kölner nicht alleine aus dem Keller schießen kann. Ein solch großartiger Vollstrecker wie es zum Beispiel Modeste war, ist der 29-Jährige schlichtweg nicht. Es wird auf das Kollektiv ankommen und hier muss Adamyan seinen Beitrag einbringen - egal wer letztlich die Tore schießt.


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