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1. FC Köln

Mehrere "Zielpositionen": Köln will auf dem Transfermarkt nachlegen

Dominik Hager
Alexander Werhle.
Alexander Werhle. / Soccrates Images/Getty Images
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Der 1.FC Köln hat in diesem Sommer noch keinen Cent in Transfers investiert. Dies kommt nicht überraschend, zumal der FC finanziell nicht gerade stabil und von der Corona-Krise besonders betroffen ist. Für den Klassenerhalt möchte Köln-Chef Wehrle aber noch in den Kader investieren.


Für den 1.FC Köln steht derzeit bei einem Transferplus in Höhe von 22 Millionen Euro in der Bilanz. Nachdem die Geißböcke bereits im Vorjahr haarscharf am Abstieg vorbeischrammten, erscheint klar, dass der Klub mit dem übrig gebliebenen Kader wohl nicht viel reißen wird.

Zwar konnte der Tabellen-16. des Vorjahres immerhin Mark Uth, Dejan Ljubicic und Timo Hübers ablösefrei verpflichten, jedoch bleibt abzuwarten, wer davon auch wirklich einschlägt.

"Mark Uth, Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Dejan Ljubicic werden eine Rolle spielen. Dass wir durch die pandemische Situation und die Verluste, die wir hinnehmen mussten, Transfereinnahmen generieren müssen, war klar", verrät Wehrle.

Die Abgänge von Ismael Jakobs und vor allem Sebastiaan Bornauw werden aber zweifellos sportlich ins Gewicht fallen. Allerdings sind die Gründe für den Abgang des Innenverteidigers nicht nur finanziell festzumachen.

"Entscheidend war, dass uns der Spieler klar gesagt hatte, dass er sich erhofft, über die Champions League Nationalmannschafts-Einsätze zu bekommen. Das haben wir respektiert. Er musste auf der anderen Seite respektieren, dass er noch drei Jahre Vertragslaufzeit hatte", erklärt Wehrle den Verkauf.

Neben dem Abwehrchef wird wohl auch Mittelfeld-Leader Skhiri den Klub noch verlassen.

Heintz vor Rückkehr nach Köln? BVB-Youngster Tigges im Visier

Dominique Heintz
Der Freiburger Dominique Heintz könnte zum 1.FC Köln zurückkehren / Matthias Hangst/Getty Images

Auf der Einkaufsliste stehen demnach ein Links- sowie ein Innenverteidiger, aber auch ein Stürmer. An einem stabilen Torjäger hat es den Domstädtern im Vorjahr am meisten gefehlt.

"Wir haben Zielpositionen, die wir noch besetzen wollen. Idealerweise arbeiten wir mit ablösefreien Spielern oder einer Leihe. Aber es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass wir eine Ablösesumme investieren, wenn uns ein Spieler sofort weiterbringen würde", verrät Wehrle die Transfer-Strategie.

Für die Innenverteidigung gibt es mit Dominique Heintz und Luca Klian derzeit zwei Kandidaten. Ersterer spielte bereits von 2015 bis 2018 in Köln und könnte der Viererkette Stabilität und Zweikampfstärke verleihen.

Kilian spielte bei den Mainzern nur zu Saisonbeginn eine Rolle und verletzte sich dann auch noch. Aus Mainzer Sicht wäre es durchaus nachvollziehbar, dem achtmaligen U21-Nationalspieler in Köln Spielpraxis sammeln zu lassen. Ob er die zwingend benötigte Soforthilfe wäre erscheint jedoch aufgrund seiner schwierigen letzten Spielzeit fraglich.

Steffen Tigges
Kommt Tigges auf Leihbasis zum FC? / Frederic Scheidemann/Getty Images

Im Offensivbereich soll der FC Interesse an Dortmund-Youngstar Steffen Tigges haben. Die 1,93-Meter-Sturmkante soll in der kommenden Saison für mehr Strafraumpräsenz und Kopfballstärke sorgen. Der 22-Jährige markierte in der vergangenen Regionalliga-Saison 22 Tore und 15 Vorlagen. Zudem kam er zu sechs Bundesliga-Kurzeinsätzen im Trikot der Borussen.

Allerdings bestände für den FC die zweifellos riskante Möglichkeit, auf den eigenen Nachwuchs zu bauen.

"Ich höre, dass die Jungs hier im Trainingslager einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Wer weiß, ob der eine oder andere, der vielleicht bislang nicht eingeplant war, zukünftig eine größere Rolle spielt", erklärt Wehrle.

Für Vereine wie den 1.FC Köln wird es ohnehin unabdingbar sein, auch über die Nachwuchsarbeit sportlichen und finanziellen Gewinn erzeugen zu können.

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