Noch vor ein paar Wochen galt es als sehr unwahrscheinlich, dass Eugen Polanski die von Rouven Schröder angekündigte Saisonanalyse als Cheftrainer überleben und weiterhin das Vertrauen ausgesprochen bekommen würde. Doch zuletzt dürften die zwei Heimsiege gegen den BVB (1:0) und die TSG Hoffenheim (4:0) auch einen entsprechenden Eindruck hinterlassen haben.
Dementsprechend steht nun auch offiziell die Entscheidung: Polanski bleibt im Amt. Das wurde am Mittwochabend auch vom Verein so kommuniziert (90min berichtete).
Dass Polanski weiterhin Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach bleibt, heißt aber keineswegs, dass es am Niederrhein einfach so weitergehen soll. Wie die Bild berichtet, gibt es ganz klare Erwartungen an den Coach.
Anderer Spielstil und größerer Fokus auf Talente – Polanski steht unter Beobachtung
Dabei geht es unter anderem um den Spielstil der abgeschlossenen Saison. Die defensive, teils gar mutlose Herangehensweise, muss der Vergangenheit angehören. Grundsätzlich müsse die Fohlenelf weitaus entschlossener, aktiver und offensiver auftreten. Auf Nachfrage der Bild erklärte Schröder: "Ja, es geht um Mut. Dann verzeihen die Fans auch, wenn man mal 1:3 verliert. Aber hier will natürlich jeder eine Mannschaft sehen, die ins Pressing geht, im Mittelfeld Überzahl schafft und die Fans mitnimmt."
Diese Kehrtwende muss Polanski hinbekommen – wovon offenbar längst nicht jeder in Gladbach überzeugt war oder auch ist. Umso mehr dürfte der Cheftrainer, trotz dieses Vertrauensvorschusses, auch nach wie vor unter Beobachtung stehen.
Das gilt auch für einen zweiten Faktor, abseits des Spielstils: Er soll nach und nach auch mehr Talente in die Mannschaft einbauen. Dabei geht es selbstverständlich nicht bloß um einen Identifikationsfaktor, sondern auch um eine Marktwertsteigerung. Die Borussia muss zunächst sportlich und später auch finanziell auf Eigengewächse setzen. Das geht natürlich nur über das Vertrauen und entsprechende Einsatzzeiten.
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