Skip to main content

Polanski-Aus und sportliche Krise - Effenberg rechnet mit Gladbach ab

Stefan Effenberg hat sich mit deutlichen Worten zur Gladbach-Krise geäußert.
VonOliver Helbig
Gladbach-Ikone Stefan Effenberg
Gladbach-Ikone Stefan Effenberg | picture alliance/GettyImages

Dass Borussia Mönchengladbach wie in der Vorsaison erneut früh einen Trainerwechsel vollziehen muss, wirft kein gutes Licht auf den ohnehin schon angeschlagenen Traditionsklub und lässt die Sorgen der Fohlen weiter wachsen. Ein Negativtrend, der auch in Expertenkreisen zu keinen besonders erfreulichen Erkenntnissen führt. Auch bei Ex-Gladbach-Star Stefan Effenberg nicht.

Effenberg konnte keine Entwicklung unter Polanski erkennen

Der heutige Sport1-Experte, der in seiner Karriere 216 Pflichtspiele für die Borussen absolvierte und mit Gladbach in der Saison 1994/95 DFB-Pokalsieger wurde, zog in der heutigen Expertenrunde des Doppelpass auf Sport1 kein wirklich freundliches Fazit zum Polanski-Aus am Niederrhein.

"Ich habe keine Entwicklung gesehen, daher ist es die logische Konsequenz, dass man sich vom Trainer trennten muss."
Effenberg über Polanski-Aus
Ex-Gladbach-Coach Eugen Polanski
Ex-Gladbach-Coach Eugen Polanski | RONNY HARTMANN/GettyImages

"Nehmen wir mal die Pressekonferenz von gestern: Man hat Selbstzweifel rausgehört“, so Effenberg im Doppelpass. Und weiter: "Und wenn du Zweifel raushörst und diese auch öffentlich geäußert werden, dann wird es ganz, ganz eng. Und dann bist du an einem Punkt, an dem du handeln musst.“

Effenberg stellt Kaderqualität in Frage

Doch für Effenberg war vor allem die ausbleibende sportliche Entwicklung der Mannschaft der ausschlaggebende Faktor. "Ich habe keine Entwicklung gesehen, daher ist es die logische Konsequenz, dass man sich vom Trainer trennten muss", so der 35-malige deutsche Nationalspieler mehr als deutlich.

"Was gibt die Qualität im Kader überhaupt her [...] Die Trainer werden die Kader einordnen und fragen: Was ist ein realistisches Ziel? Und da gibt es bei Borussia Mönchengladbach nicht viel mehr her als den Kampf gegen den Abstieg."
Effenberg über Gladbach-Kader
Nicht nur die Stimmung ist bei Borussia Mönchengladbach im Keller
Nicht nur die Stimmung ist bei Borussia Mönchengladbach im Keller | Christian Verheyen/GettyImages

Doch Effenberg wollte Polanski keineswegs alleine die Schuld in die Schuhe schieben. Vielmehr stellte der 58-Jährige die Grundsatzfrage - auch in Sachen Neubesetzung und Polanski-Nachfolge. "Die entscheidende Frage, die ein neuer Trainer sich jetzt bei Borussia Mönchengladbach immer stellen muss – egal wer es jetzt wird – ist doch: Was gibt die Qualität im Kader überhaupt her?“ Demnach sieht Effenberg auch einen nicht den Ansprüchen genügend zusammengestellten Kader bei seinem Ex-Klub.

"Wenn wir von einer sorgenfreien Saison bei Gladbach reden [...] Ich glaube, jeder ist eines Besseren belehrt worden. Und das nach drei Spieltagen. "
Stefan Effenberg
Kapitän Tim Kleindienst scheint ratlos
Kapitän Tim Kleindienst scheint ratlos | Christian Verheyen/GettyImages

Die Gesamtsituation bei den Fohlen gibt auch Effenberg zu denken. "Wenn wir von einer sorgenfreien Saison bei Gladbach reden [...] Ich glaube, jeder ist eines Besseren belehrt worden. Und das nach drei Spieltagen. Natürlich kann das noch in eine andere Richtung gehen. Aber die Trainer werden die Kader einordnen und fragen: Was ist ein realistisches Ziel? Und da gibt es bei Borussia Mönchengladbach nicht viel mehr her als den Kampf gegen den Abstieg.“ Deutliche Worte des Experten, die als Meinung auch bei vielen Fans so vorzufinden sein dürfte.


Weitere Gladbach-News lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu