Lange galt Mittelfeldstar Julian Brandt als eines der großen Personalfragezeichen bei Borussia Dortmund, doch seit dem vergangenen Samstagabend herrscht in dieser Personalie endlich Klarheit. Im Nachgang des Auswärtsspiels beim 1. FC Köln verkündeten die BVB-Bosse um Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl die offizielle Entscheidung, wie es für Julian Brandt in Dortmund weitergeht und bestätigten eine Trennung im kommenden Sommer. Brandt wird seinen auslaufenden Vertrag in Dortmund nicht verlängern. Stattdessen wird sich der 29-Jährige nach sieben Jahren beim BVB einem neuen Abenteuer widmen.
BVB-Bosse bestätigen Brandt-Abschied
Nach dem 2:1-Sieg des BVB in Köln verkündete Geschäftsführer Lars Ricken diese Entscheidung offiziell am Mikrofon des übertragenden Senders Sky Sport. "Es hat offene Gespräche gegeben und wir waren uns einig, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird. Er hat ein paar Hundert Spiele für Borussia Dortmund gemacht", so Ricken.
"Es hat offene Gespräche gegeben und wir waren uns einig, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird [...] Das kann auch für beide Seiten eine Chance sein. Man geht mit ganz viel Wertschätzung auseinander."Lars Ricken über Brandt-Aus

"Wir können nur Dankbarkeit für ihn haben. Er hat sieben Jahre bei uns gespielt. In ein paar Wochen wird er 30. Wir werden uns neu orientieren. Das kann auch für beide Seiten eine Chance sein. Man geht mit ganz viel Wertschätzung auseinander.“ Endlich liegen also alle Karten auf dem Tisch. Zuletzt kamen bereits Berichte über eine Kehrtwende, laut der Brandt seine Meinung über eine Vertragsverlängerung geändert habe und eine Trennung bevorstehe. Am Samstagabend kam nun die Bestätigung und beendete alle weiteren Spekulationen.
Auch Sportdirektor Sebastian Kehl äußerte sich zu diesem Personalhammer nach Spielende und stand in der Mixed Zone Rede und Antwort. Kehl sprach dabei im selben Takt wie Lars Ricken. "Ich habe mich mit Jule hingesetzt. Wir haben die Dinge besprochen und werden ab Sommer getrennte Wege gehen. Das kann für beide eine Chance sein. Es besteht trotzdem eine große Wertschätzung", so der Dortmunder Sportdirektor.
"Ich glaube, beiden ist es nicht ganz leichtgefallen, weil wir lange und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben und etwas erreicht haben [...] Er hat auch immer seinen Mann gestanden."Sebastian Kehl über Brandt-Aus

Kehl weiter: "Ich glaube, beiden ist es nicht ganz leichtgefallen, weil wir lange und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben und etwas erreicht haben. Er hat fast 300 Spiele für diesen Klub gemacht und wahnsinnig viele Tore geschossen. Er hat auch immer seinen Mann gestanden. Trotzdem muss man ab einem gewissen Punkt Entscheidungen treffen. Beide haben das so für sich entschieden.“ Damit befindet sich Julian Brandt also auf seiner Abschiedstournee in Dortmund. Die spannendste Frage ist nun wohl, wie der BVB den scheidenden Starspieler ersetzen will und wo Brandt seine Karriere fortsetzen wird.
