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Olise das letzte Puzzlestück: Warum der Bayern-Star Frankreich (fast) unbesiegbar macht

Die Franzosen haben ihre Favoritenrolle mit dem Sieg gegen Senegal untermauert. Mit Michael Olise sind Les Bleus fast nicht zu stoppen.
Michael Olise hebt Frankreich auf ein neues Level
Michael Olise hebt Frankreich auf ein neues Level | Richard Sellers/Allstar/GettyImages

Die französische Nationalmannschaft ist mit einem 3:1-Sieg gegen den Senegal überzeugend in die WM-Endrunde 2026 gestartet. Damit ist aus deutscher Sicht die Wahrscheinlichkeit aber wieder ein wenig gestiegen, dass es im Achtelfinale tatsächlich zum absoluten Kracher-Duell mit den Les Bleus kommt. Dabei wäre es sicherlich angenehmer, in der Runde der letzten 16 gegen jedes andere Team als ausgerechnet die Franzosen zu spielen.

In Sachen individueller Qualität war Frankreich schon in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Spanien das Maß aller Dinge. Während der amtierende Europameister jedoch schwächelt, scheint der Vize-Weltmeister so stark wie noch nie zu sein. Dies hängt insbesondere mit einem Namen zusammen: Michael Olise.

Der Bayern-Star ist das letzte Puzzlestück in einer ohnehin schon ausgezeichnet besetzten Mannschaft. Olise in diesem Team grenzt an Wettbewerbsverzerrung und macht aus dem Star-Ensemble ein nahezu unbezwingbares Team.

WM 2026: Olise ergänzt die französische Offensive optimal

Olise bringt genau das mit, was zuvor noch etwas gefehlt hat – nämlich die Kreativität und die Ausnahmeklasse in Sachen offensiver Spielgestaltung. Die Equipe Tricolore verfügt in Kylian Mbappé einen Super-Sprinter und Torjäger, in Desiré Doué einen Super-Dribbler und mit Ousmane Dembélé eine Art Mischung aus Speed, Technik und Abschlussstärke. Was jedoch ohne Olise fehlen würde, ist der eine Spieler, der die anderen drei Offensiv-Waffen optimal in Szene setzen könnte.

Frankreich punktet im zentralen Mittelfeld eher mit athletischer Stärke und weniger mit Kreativität und wirklichen Schlüsselpässen. Auch einen leicht ins Zentrum einschiebenden Außenverteidiger, der bei der Spielgestaltung unterstützt, gibt es nicht. Dies hatte in der Vergangenheit oft die Folge, dass Frankreich spielerisch nicht wirklich überzeugen konnte und die Angreifer ein wenig vom Spiel abgeschnitten waren.

Mit ihrer puren individuellen Klasse, konnten Mbappé und Co. trotzdem häufig die entscheidenden Tore machen - und dennoch war das Spiel der Bleus oft schwächer als es das Spielerpersonal vermuten lassen würde.

Olise gegen Senegal der entscheidende Faktor

Nun hat man jedoch mit Olise genau den richtigen Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff. Der Bayern-Star legt sozusagen die Munition ins sprichwörtliche Gewehr, die andere dann nur noch abfeuern müssen. Den Einfluss des Bayern-Stars konnte man insbesondere in Durchgang zwei sehen, als Trainer Didier Deschamps umstellte und Olise ins Zentrum auf die Zehn schob. Dembélé wich dafür häufiger auf den rechten Flügel aus

In angepasster Rolle lieferte Olise ein Top-Zuspiel nach dem anderen. Sein Zauberpass auf Mbappé zum 1:0 war der Dosenöffner für die Equipe Tricolore. Darüber hinaus brachte er 89 Prozent seiner Zuspiele an den Mann, kreierte zwei Großchancen und lieferte vier Schlüsselpässe. Nicht umsonst wurde er nach dem Abpfiff zum Spieler des Spiels benannt. Und das, obwohl Mbappé mit zwei Treffern glänzte.

"Wir hatten Michel Platini, wir hatten Zinedine Zidane und ich glaube fest daran, dass wir jetzt Michael Olise haben. Ich denke, er ist ein zukünftiger Ballon-d’Or-Gewinner."
Patrick Vieira (ITV)

Olise ist derjenige, der Ordnung und Struktur in das französische Offensivspiel bringt und tief stehende Abwehrreihen auch mit einem einzigen genialen Pass knacken kann. Der 24-Jährige ist trotz der anderen großen Namen in der Offensive der Dreh- und Angelpunkt und derjenige, der die überraschenden Momente liefert.

Frankreich mit Olise kaum zu verteidigen

Für gegnerische Mannschaften ist das kaum zu verteidigen. Konzentriert man sich auf Dembélé und Mbappé, hat Olise zu viel Platz, der ja nicht nur seine Kollegen in Szene setzen kann, sondern auch selbst jederzeit für Torgefahr steht. Bemüht man sich, Olise aus dem Spiel zu nehmen, besteht die Gefahr, dass die anderen drei Offensivspieler in der Tiefe zu viel Platz erhalten.

In diesem Szenario sind auch Adrien Rabiot und Aurelien Tchouameni passstark genug, um ihre Kollegen, welche dann reichlich Platz hätten, zu finden. Zu sehen war das beim 2:0-Treffer durch Bradley Barcola gegen den Senegal, den Rabiot mit genau solch einem Zuspiel vorbereitete.

Bedenkt man dann auch noch, dass ein Desire Doué im Dribbling mit nur einem Gegenspieler unterfordert ist und eigentlich immer gedoppelt werden müsste, fehlt so langsam die Fantasie, wie man diese absolute Traum-Offensive stoppen soll.

Frankreich bei der WM ganz klar favorisiert

Schön wäre es ja für die anderen Gegner, wenn Frankreich zumindest defensiv so große Probleme offenbaren würde, um verwundbar zu sein. Doch auch hier muss man eher mit der Lupe suchen. Dayot Upamecano und William Saliba verkörpern in der Innenverteidigung Weltklasse und sind athletisch genug, um fast jeden gegnerischen Angreifer abzulaufen. Hinzu kommen mit Jules Koundé, und Theo Hernandez zwei athletische Außenverteidiger.

Der Weltmeistertitel kann in diesem Jahr nur über Frankreich gehen. Les Bleus sind mit Abstand das am besten besetzte Team und vor allem dank Verbindungsspieler Olise nun auch ein funktionierendes Kollektiv.


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