Gegen Ecuador geht es am Donnerstagabend (ab 22:00 Uhr deutscher Zeit) um nichts mehr. Die deutsche Nationalmannschaft steht bereits als Gruppensieger fest und damit im Sechzehntelfinale. Trotzdem wird die Partie weiter genutzt, um sich bestmöglich einzuspielen und vorzubereiten. Bundestrainer Julian Nagelsmann verkündete, auf Rotation verzichten zu wollen.
Natürlich steht schon die K.o.-Phase im Fokus, wobei die DFB-Auswahl noch gar nicht weiß, gegen wen sie am kommenden Montag ab 22:30 Uhr deutscher Zeit in Foxborough überhaupt antreten muss. Durch die weiteren Gruppenspiele ist inzwischen eine Konstellation entstanden, in der die Mannschaft von Julian Nagelsmann zurzeit noch acht mögliche Gegner hat (Stand vor den Spielen am Donnerstag). Diese bestehen allesamt aus den potenziellen Dritten der Gruppen A, B, C, D und F.
Während die Gruppen A bis C mit Südkorea, Bosnien-Herzegowina und Schottland je einen Kandidaten bereithalten, bietet die Gruppe D mit Australien und Paraguay und die Gruppe F mit der Niederlande, Schweden und Japan sogar noch drei mögliche Drittplatzierte auf.
Laut Football meets Data ist die Wahrscheinlichkeit auf ein Duell mit Paraguay aber zurzeit am höchsten, danach folgt Australien. Doch angesichts der potenziellen Gegner lässt sich ohnehin schon ein Fazit ziehen: Deutschland wird als Favorit in das Spiel gehen und das Ticket für das Achtelfinale ziehen müssen. Das muss eigentlich der Anspruch sein, wenngleich die Nagelsmann-Truppe gewiss nicht als Titelfavorit in diese Weltmeisterschaft gestartet ist.
Die noch möglichen Gegner im Sechzehntelfinale
- Gruppe A: Südkorea
- Gruppe B: Bosnien-Herzegowina
- Gruppe C: Schottland
- Gruppe D: Paraguay, Australien
- Gruppe F: Niederlande, Schweden, Japan
Kaum Vorbereitung möglich: Nagelsmann kündigt schon die Nachtschicht an
Ein Problem, das sich aber schon jetzt aufzeigt: Das DFB-Team wird womöglich erst kurz vor dem Sechzehntelfinale wissen, wer denn schlussendlich wirklich der Gegner wird (90min berichtete). Eine klar Gegner-spezifische Vorbereitung wird so kaum möglich sein – aber das trifft ja zugleich auch auf den Gegner zu.
Für Nagelsmann ist das trotzdem ein Kritikpunkt, wie er vor dem Ecuador-Spiel deutlich machte: "Ich halte da nicht allzu viel davon, dass man als Gruppensieger ein bisschen bestraft wird." Als Sieger der Gruppe E muss Deutschland direkt am Montag und damit am Tag nach dem finalen Gruppen-Spieltag in die K.o.-Phase des Turniers starten.
"Wir haben uns die potenziellen Gegner aufgeteilt. Ich habe drei, vier Spiele geschaut, das Analyseteam ebenfalls", verriet Nagelsmann die Vorgehensweise zur doch noch bestmöglichen Vorbereitung auf die etwaigen Gegner. "Es kann sich jeder vorstellen, dass es bessere Konstellationen gibt, als Samstagnacht durchzuschrubben. Das wird eine Nachtschicht, wir wollen große Teile schon präpariert haben, damit wir den Matchplan am Sonntag nicht in ganz großer Hektik erstellen müssen."
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