Nix geplatzt: Fenerbahce verkündet Kanté-Transfer - Wird die Kehrtwende zum BVB-Problem?
Von Oliver Helbig

Der Transfer von N'Golo Kanté zu Fenerbahce galt eigentlich bereits als gescheitert, denn obwohl sowohl der Medizincheck als auch die Vertragsdetails bereits in trockenen Tüchern waren, kam der Deal am Deadline Day nicht zustande. Der türkische Spitzenklub vermeldete den geplatzten Deal selbst, ehe es zur Kehrtwende von der Kehrtwende kam.
Es hatte sich ein wildes Hin und Her aus vermeintlichen Problemen mit dem Registrierungssystem sowie großen Vorwürfen seitens der Türken in Richtung des abgebenden Vereins Al-Ittihad entwickelt. Auf seinen Social-Media-Kanälen beschuldigte Fenerbahce den saudischen Klub, dafür verantwortlich zu sein, dass der Deal scheiterte. Doch nun schlägt Kanté plötzliche doch noch in Instanbul auf!
- Nochmal nachlesen:Fenerbahce bestätigt Deadline-Day-Fail: Warum der Transfer von N'Golo Kanté platzte
Fenerbahce holt N'Golo Kanté doch noch!
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch postete Fenerbahce auf seinem X-Account die offizielle Bestätigung, dass der Transfer des Mittelfeldstars N'Golo Kanté nun doch noch zustande kam. Dort schrieben die Türken: "Manche Geschichten benötigen Zeit, doch sie bleiben nicht unvollendet.”
Bazı hikayeler zaman alır, ama yarım kalmaz.
— Fenerbahçe SK (@Fenerbahce) February 4, 2026
Fenerbahçemize hoş geldin N'Golo Kante. pic.twitter.com/Yd8t0lldUd
Überraschende Kehrtwende könnte wohl auch den BVB betreffen
Mit der Ankunft von N'Golo Kanté bei Fenerbahce geht auch der Abschied eines Istanbuler Offensivstars einher, denn bei diesem Deal handelt es sich um einen Tauschdeal mit Fener-Angreifer Youssef En-Nesyri.
Obwohl das Transferfenster in der Saudi Pro League ebenfalls am Montagabend schloss, hat die Wüstenliga den Deal mit etwas Verspätung und nach Ablauf der eigentlichen Transferfrist doch noch über die Ziellinie gewunken. Kante hat bei Fenerbahce einen Vertrag bis 2028 unterzeichnet. Dem Vernehmen nach zahlen die Türken rund vier Millionen Euro Ablöse. En-Nesyri soll Al-Ittihad 15 Millionen Euro gekostet haben. Möglich, dass die beiden Deal im Tausch miteinander verrechnet wurden.
Doch diese überraschende Kehrtwende könnte nun womöglich auch Borussia Dortmund betreffen.
Der Tausch zwischen Fenerbahce und Al-Ittihad bezieht sich in Sachen Positionen auf den Angreifer En-Nesyri und den defensiven Mittelfeldspieler N'Golo Kanté. Im Klartext heißt das also, dass sich die Türken im Angriff eine Kaderbaustelle geschaffen haben. Laut Informationen der BILD möchte man diesen En-Nesyri-Abgang womöglich mit BVB-Star Serhou Guirassy schließen.
Transferfenster in der Süper Lig noch geöffnet
Anders als in der Bundesliga und der Saudi Pro League ist das Transferfenster in der türkischen Süper Lig nämlich noch bis zum 6. Februar geöffnet. Demnach würde Borussia Dortmund über einen Blitz-Verkauf von Guirassy bei einem hohen Angebot zumindest nachdenken. Ein Abschied des Guineers sei zum aktuellen Zeitpunkt aber noch kein Thema - auch bei Guirassy selbst.
Der Deal um N'Golo Kanté bei Fenerbahce könnte aber womöglich dennoch noch einmal den Transferfokus auf den BVB und die Bundesliga lenken. Wobei die Borussia jetzt keine Möglichkeit mehr hat, kurzfristig auf einen Guirassy-Abgang zu reagieren. Ein Winter-Verkauf käme demnach sehr, sehr überraschend...
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