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Nicht nur Italien fehlt: Auf diese Top-Nationen müssen wir bei der WM 2026 verzichten

Die WM 2026 steht vor der Tür, doch einige WM-Dauergäste müssen zu Hause bleiben. Wir sehen uns an, welche stark besetzten und traditionsreiche Nationen nicht dabei sind.
Italien und Polen sind nicht bei der WM dabei
Italien und Polen sind nicht bei der WM dabei | PressFocus/MB Media/GettyImages

Die WM 2026 ist mit 48 Teams so groß wie noch nie. Selbst völlige Underdogs wie Curacao, Haiti, Kap Verde, Usbekistan und Jordanien sind mit dabei. Trotz dieser Vielzahl an Nationan haben es aber einige Dauergäste bei Weltmeisterschaften und gut besetzte Teams nicht geschafft. Dies gilt insbesondere für Mannschaften aus Europa und Afrika. Wir blicken auf sieben starke Nationen, auf die wir bei der WM verzichten müssen.

7. Serbien

Serbien war zwar bei den letzten beiden Weltmeisterschaften mit dabei, hat jedoch auf Turnier-Ebene nie so richtig stark performt. Dabei gab es immer schon sehr gute Einzelspieler. An diesen würde es auch aktuell eigentlich nicht fehlen. Insbesondere im Sturm hat man mit Dušan Vlahović und Aleksandar Mitrović absolute Goalgetter. Mit Strahinja Pavlović und Nikola Milenković ist auch die Innenverteidigung gut besetzt. Mile Svilar ist zudem ein starker Torhüter.

Das Problem aus serbischer Sicht ist, dass Stars wie Filip Kostic und Dusan Tadić etwas in die Jahre gekommen sind. Sergej Milinković-Savić ist zwar noch im besten Alter, spielt aber nur noch in Saudi-Arabien.

6. Polen

Polen scheiterte in der WM-Quali im Playoff-Duell mit Schweden. Damit war für Robert Lewandowski die wohl letzte Chance dahin, auf WM-Ebene etwas mit seinem Heimatland zu gewinnen. Polen war insbesondere Anfang und Mitte der 2010er-Jahre hervorragend besetzt, konnte aber nie einen ganz tiefen Run starten. In der Historie konnten die Polen immerhin zweimal WM-Rang drei erreichen.

Eine ganz große Überraschung war es nicht, dass Polen die WM-Quali verpasst hat, dennoch wird nicht nur mit Lewandowski ein Top-Spieler fehlen. Denken wir beispielsweise an Piotr Zieliński oder Nicola Zalewski, die ebenfalls seit Jahren international glänzen.

5. Nigeria

Nigeria hat zwar seit Jahren starke Einzelspieler, konnte jedoch als Team kaum mal so richtig auftrumpfen. Der letzte größere Erfolg war der Afrika-Cup-Sieg 2013. Nigeria war zwar regelmäßig bei Weltmeisterschaften dabei, ist aber nie über das Achtelfinale hinausgekommen.

Dabei ist die Offensive eigentlich überragend besetzt. Victor Osimhen gehört zu der absoluten Eliteklasse im Angriff und auch Ademola Lookman, Alex Iwobi und Samuel Chukwueze sind in Europa bekannte Namen.

Die WM verpasste Nigeria durch eine Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Demokratische Republik Kongo.

4. Chile

Chile hatte vor rund zehn Jahren eine richtig starke Phase. Zwar ging es bei Weltmeisterschaften in dieser Ära nie über das Achtelfinale hinaus, jedoch reichte es zweimal zum Sieg der Copa America. Im Zentrum des Erfolges standen Stars wie Arturo Vidal, Charles Aránguiz und Alexis Sanchez.

Viele dieser Spieler haben inzwischen aber aufgehört oder sind in die Jahre gekommen. Die neue Generaton um Darío Osorio und Lucas Assadi benötigt noch Zeit, um die begeisterte Fußball-Nation aus der Krise zu führen. Tatsächlich beendete Chile die WM-Qualifikation in Südamerika auf dem letzten Platz.

3. Kamerun

Es gibt kaum ein afrikanisches Land mit einer derartigen Fußball-Tradition wie Kamerun. Die "Unzähmbaren Löwen" gewannen fünfmal den Afrika Cup und waren bei WM-Endrunden seit 1990 mit wenigen Ausnahmen immer mit dabei. 2000 reichte es zudem zu Gold bei den Olympischen Spielen.

Mit Samuel Eto’o, Roger Milla und Rigobert Song hat die Nation absolute Fußball-Ikonen des afrikanischen Kontinents. Auch die aktuelle Generation um Bryan Mbeumo, Carlos Baleba, Frank Anguissa und André Onana ist eigentlich sehr vielversprechend. Überraschend belegte Kamerun in der Quali hinter Kap Verde nur Rang zwei und gehörte nicht zu den punktbesten Zweitplatzierten, womit das Aus zementiert war.

2. Dänemark

Zwar ist der einzige ganz große Coup der Dänen mit dem Europameistertitel 1992 inzwischen schon eine Weile her, jedoch waren die Skandinavier eigentlich immer eine sichere Bank bei Turnieren. Oft schaffte man es in die K.o.-Runde und bot starken Teams Paroli. Bei der EM 2021 ging es bis ins Halbfinale, wo man unglücklich verlor. Bei der EM 2024 scheiterte man nach guten Auftritten im Achtelfinale gegen Deutschland.

Es war eigentlich zu erwarten, dass sich die Dänen auch für die WM 2026 qualifizieren würden, jedoch verlor man überraschend im Playoff-Endspiel gegen Tschechien. Dänemark kam eigentlich immer über ein starkes Kollektiv und eine stabile Defensive. Doch auch individuelle Qualität ist mit Spielern wie Rasmus Hojland, Pierre-Emile Højbjerg, Andreas Christensen und Mikkel Damsgard eigentlich vorhanden.

1. Italien

Es scheint, als hätte der WM-Titel 2006 die Italiener verflucht. Der vierfache Weltmeister schied 2010 und 2014 bereits in der Vorrunde aus und verpasste nun zum dritten Mal in Serie eine WM-Endrunde. Zwar mag das Team nicht mehr ganz so prominent bestückt sein wie zu absoluten Glanzzeiten, jedoch ist es noch immer auf vielen Positionen gespickt von Akteuren, die internationale Klasse oder Weltklasse verkörpern. Denken wir nur an Gianluigi Donnarumma, Alessandro Bastoni, Nicolo Barella, Sandro Tonali oder Moise Kean.

Ausgerechnet Bastoni hat jedoch den Italienern im entscheidenden Playoff-Spiel gegen Bosnien mit seinem Platzverweis einen Bärendienst erwiesen. Eigentlich müsste dieses absolute Traditionsland aber das Ticket viel früher fix machen, um gar nicht erst von einem einzelnen Aussetzer abhängig zu sein.

Kurios: 2021 wurde Italien Europameister. Einige Eckfeiler des Teams sind noch immer dabei. An der Qualität kann es bei all den verpassten Weltmeisterschaften eigentlich nicht gelegen haben.


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