Vor rund einem Jahr steckte Miroslav Klose beim 1. FC Nürnberg gewaltig in der Krise und musste um seinen Job fürchten. Nun befindet sich die deutsche Stürmer-Legende wieder auf der Sonnenseite des Trainer-Lebens. Nach einem fulminanten Saisonstart belegt der Club Platz eins - und hat kurz vor dem Transfer-Ende mit William Böving zudem noch einen talentierten Angreifer per Leihe gesichert. Zwar verlief für den 23-Jährigen in Mainz wenig nach Plan, jedoch konnte er immerhin mit seiner enormen Laufstärke punkten. In seinen 219 Einsatzminuten spulte Böving 36,52 Kilometer ab, was bedeutet, dass er etwas mehr als 15 Kilometer pro 90 Minuten abspult.
Die Qualität soll Böving nun auch beim 1. FC Nürnberg ausspielen, wenngleich zudem seine Fähigkeiten als Fußballer gefragt sind. "Er kann uns mit seiner Technik und seinen Tiefenläufen bestimmt helfen", ist Klose überzeugt. Interessant ist zudem, dass der 48-Jährigen Böving nicht in seiner gewohnten Rolle als Neuner sieht. "Als Mittelstürmer sehe ich ihn nicht, eher dahinter. Aber auf jeden Fall offensiv", deutete er an.
Böving in Mainz ohne Killer-Instinkt
Bedenkt man, dass Böving für die Mainzer nur ein Pflichtspieltor erzielen könnte, mag die Idee von Klose Sinn machen. Hinzu kommt, dass Youngster Piet Scobel zuletzt als Mittelstürmer überzeugen konnte. Dennoch sollte man die Torjäger-Qualitäten von Böving nicht unterschätzen. In der Saison 2024/25 erzielte dieser in der österreichischen Bundesliga elf Tore. Mit acht Assists zeigte er aber auch seine Qualitäten als Vorlagengeber.
Unter dem Strich erhofft sich Klose in Böving eine Art Sturm-Allzweckwaffe, die dem bestehenden Personal Konkurrenz macht und auch als Joker für frischen Wind sorgen kann. "Wir wollten einfach mehr Konkurrenz. Spieler, die, wenn sie ins Spiel kommen, Sachen machen, die schwer zu verteidigen sind", führte er aus. Bis jetzt hat die Nürnberger Offensive in der noch jungen Saison tadellos funktioniert. In drei Zweitligaspielen erzielten die Franken elf Tore und führen vor allem deswegen die Tabelle an.
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