Die Wechselgerüchte um Felix Nmecha haben in dieser Woche neue Fahrt aufgenommen. Auslöser war ein Bericht der französischen L'Equipe, wonach Newcastle United einer Verpflichtung des BVB-Stars näher gekommen sei (90min berichtete).
Die Magpies müssen in diesem Sommer einen großen Aderlass verkraften. Nach Stürmer-Star Anthony Gordon (für 80 Mio. Euro zu Barça) und Mittelfeld-Stratege Sandro Tonali (für 108 Mio. Euro zu den Spurs) steht mit Bruno Guimares der nächste Leistungsträger unmittelbar vor dem Abschied. Der brasilianische Nationalspieler schließt sich für rund 87,5 Millionen Euro dem FC Arsenal an.
Newcastle hat viel Geld – und braucht Verstärkung
Newcastle braucht also eine neue Mittelfeld-Achse und scheint dabei auch an Nmecha zu denken. Dieser hatte seinen Vertrag in Dortmund zwar erst Mitte März langfristig bis 2030 verlängert. Enthalten ist aber eine Ausstiegsklausel, die ab kommenden Sommer gültig ist. Für dieses Jahr hätte der BVB dagegen noch die volle Kontrolle – und soll das Preisschild abschreckend hoch auf 120 Millionen Euro festgesetzt haben.
Ausschließen kann man eine solch hohe Offerte aus Newcastle aber sicher nicht. Der Scheich-Klub gilt als reichster Verein der Welt und hat besagte hohe Einnahmen generiert. Und gleichzeitig großen Bedarf auf der Nmecha-Position.
Dennoch bleibt von außen betrachtet festzuhalten, dass ein Nmecha-Wechsel nach Newcastle in diesem Sommer recht unwahrscheinlich wirkt. Auch, weil es für ihn sportlich zunächst ein Rückschritt wäre. Die Magpies sind 26/27 nicht international vertreten. Mit einer weiteren guten BVB-Saison winkt Nmecha dagegen 2027 der Schritt zu einem Weltklub, der dann dank Ausstiegsklausel problemlos(er) möglich wäre.
Book kann Nmecha-Verkauf "ziemlich sicher ausschließen"
Die schwarzgelbe Sichtweiße ist ohnehin klar. BVB-Sportdirektor Ole Book hat sich am Rande des öffentlichen Trainings am Mittwoch zum Thema geäußert. Viel deutlicher hätten seine Aussagen nicht ausfallen können:
"[Einen Transfer] würde ich im höchsten Maße für unwahrscheinlich halten. Natürlich kann es theoretisch immer mal wieder astronomische Summen geben, aber für Felix kann ich das in diesem Sommer ziemlich sicher ausschließen." (via Ruhr Nachrichten)
Übersetzt im Sportdirektoren-Sprech bedeutet das: Ist ein Klub bereit, eine dreistellige Millionensumme zu zahlen, würde der BVB über einen Nmecha-Verkauf nachdenken. Sportlich gesehen ist der 25-Jährige aber viel zu wichtig, als dass die Borussia ihn bereitwillig ziehen lassen würde.
