Neuhaus wieder hinten dran: Das sagt Polanski
Von Jan Kupitz

Er galt als großer Gewinner des Trainerwechsels: Nachdem Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach übernommen hatte, kam Florian Neuhaus wieder regelmäßig zum Einsatz. Der Ex-Nationalspieler, der unter Gerardo Seoane nie wirklich zurechtkam, galt als großer Hoffnungsträger der Fohlenelf - der sollte das Spielgeschehen im Mittelfeld diktieren.
Das gelang Neuhaus zunächst auch. Zumindest bis zur Winterpause. Denn im Jahr 2026 zeichnet sich plötzlich wieder ein anderes Bild: Neuhaus kam lediglich in vier von sieben Bundesliga-Spielen zum Einsatz; zuletzt schmorte er zweimal in Folge über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Sein Status als angedachter Leistungsträger war wieder dahin (90min berichtete).
Stöger im Ranking wieder vor Neuhaus
Umso bedenklicher ist, dass Neuhaus ausgerechnet von Kevin Stöger der Rang abgelaufen wurde. Der Stöger, der bei den eigenen Fans schon unten durch war, zwischenzeitlich zum Sündenbock gemacht wurde und den Verein im Winter hätte verlassen können. Doch der Österreicher ließ sich nicht hängen - und wird nun mit mehr Spielzeit belohnt. Zuletzt stand er zweimal in Folge in der Startelf.
"Flo hat sehr, sehr viele gute Spiele für uns gemacht. Dass wir nun getauscht haben, ist ein normaler Vorgang. Das ist Konkurrenzkampf und Kevin hat gerade eine gute Phase", erläuterte Polanski im Gespräch mit der RP.
Seine Entscheidung, Stöger den Vorzug zu geben, rechtfertigte der Trainer: "Wenn man sieht, wie wir Fußball gespielt haben in den letzten Wochen, gerade mit Kevin, passt er zu dem, was wir vorhatten. Es war keine Entscheidung gegen Flo, sondern für Kevin."
Generell zeigte Polanski sich aber zufrieden mit Neuhaus, hat ihn auch trotz der jüngsten zwei Nichtberücksichtigungen keineswegs abgeschrieben. "Flo führt schon, aber auf seine Art und Weise. Er wird nie einer sein, der ein Lautsprecher ist", so der Ex-Profi. "Wenn man sieht, wie Flo sich verhält, wie er trainiert, und weiß, dass er nicht direkt an der Tür geklopft hat und gefragt hat, was los ist, zeigt, dass er seine Situation einschätzen kann. Ich glaube, dass jeder weiß, dass es immer um das Team geht und nicht um Einzelne."
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