Nach Polanski-Aufschwung: Bekommt Neuhaus wieder ein Problem?

Der Bankplatz am vergangenen Wochenende darf als dunkler Vorbote für Florian Neuhaus verstanden werden. In den nächsten Wochen wird er voraussichtlich wieder mehr um Einsatzzeiten kämpfen müssen.
Florian Neuhaus
Florian Neuhaus / Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages
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Über die vollen 90 Minuten musste Florian Neuhaus am vergangenen Wochenende dabei zuschauen, wie seine Teamkollegen ein für Borussia Mönchengladbach wertvolles 1:1-Unentschieden gegen Bayer Leverkusen zustande brachten. Abseits der hohen Niederlage bei der TSG Hoffenheim, bei der eine Einwechslung ohnehin keinen Sinn mehr ergeben hätte, war es das erste Mal seit Ende Oktober, dass der Mittelfeldspieler fit war und dennoch nicht zum Einsatz kam.

Gegen Leverkusen rückte Kevin Stöger nach einer offenbar guten Trainingswoche für Neuhaus in die Startelf - und zeigte auch eine annehmbare Leistung. Damit ist es nicht sonderlich wahrscheinlich, dass Eugen Polanski zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt den gleichen Tausch in anderer Richtung vornehmen wird. Zusätzlich drängt sich mit Hugo Bolin auch ein mit Hoffnung versehener Winter-Neuzugang auf, der zwar eher ein Außenspieler ist, aber ebenso wie Neuhaus gerne in die Halbräume eintaucht.

Es zeichnet sich also eine erneut schwierige Phase für Neuhaus ab, in der er womöglich erst einmal wieder mit weniger Einsatzzeit zurechtkommen muss.

Florian Neuhaus
Neuhaus muss sich gegenüber Polanski wieder empfehlen / Christian Verheyen/GettyImages

Neuhaus wird sich unverzichtbarer machen müssen

Zunächst hatte der Trainerwechsel hin zu Polanski für einen persönlichen Aufschwung gesorgt: Neuhaus kehrte nach zwischenzeitlicher Suspendierung zurück zu den Profis und lief unter dem Neu-Coach auch in der Regel in der Startelf auf. Dabei hinterließ er keinen außergewöhnlich starken, aber doch vernünftigen Eindruck, der in dieser insgesamt ziemlich schwachen Fohlenelf für dieses Vertrauen auch gereicht hatte.

Dieser zwischenzeitliche Aufschwung scheint zunächst ein Ende gefunden zu haben. Neuhaus ist wieder inmitten des Konkurrenzkampfes angekommen. Und genau diese Konkurrenz kam zuletzt zumindest auch auf die So-la-la-Leistungen, die für die erste Elf gereicht haben. Der 28-Jährige konnte sich nicht so unverzichtbar machen, als dass er aufgrund von Chancen für Stöger und Co. nicht auch mal wieder aussetzen muss.

Bei seinen nächsten Einwechslungen oder Startelf-Einsätzen wird Neuhaus weitaus mehr Argumente sammeln müssen, um seinen vermeintlichen Stammplatz unter Polanski wirklich zu festigen. Ansonsten wird er nur je nach Gegner oder aufgrund angespannter Personallage aufspielen.


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