Nach seiner Verpflichtung vor fast genau einem Jahr stuften viele Kritiker Luis Diaz zunächst etwas skeptisch als Notlösung ein, da vermeintlich andere und bevorzugtere Transfervorstöße des FC Bayern München nicht geklappt hatten und Sportvorstand Max Eberl letztlich auf den Kolumbianer auswich und ihn als "Notlösung" vom FC Liverpool verpflichtete.
Doch die Kritiker verstummten bereits nach den ersten Auftritten des Flügelstars, denn Diaz schlug ein wie eine Bombe und entwickelte sich beim Rekordmeister zum absoluten Transferglücksfall.
In seiner ersten Saison bei den Bayern war der 29-jährige kolumbianische Nationalspieler an 49 Treffern in 51 Pflichtspielen direkt beteiligt. Eine mehr als beeindruckende Bilanz für einen vermeintlichen Notnagel.
Al-Hilal baggert an Diaz
Die grandiosen Auftritte des südamerikanischen Teils des Münchner Offensiv-Trios wecken natürlich Begehrlichkeiten.
Wie die französische L'Équipe berichtet, hat Wüsten-Klub Al Hilal seine Fühler nach Luis Diaz ausgestreckt und möchte den Bayern-Star gerne in die Saudi Pro League locken. Demnach gelte Diaz beim Klub von Frankreich-Legende Karim Benzema als Wunschspieler und für diesen wolle man tief in die Taschen greifen.
Laut des Berichts wolle man aus der Wüste ein erstes Angebot in Höhe von 70 Millionen Euro für den 29-Jährigen nach München schicken, um die Transfertür zu öffnen.
Wäre Rekordverkauf: Lässt der FC Bayern Diaz ziehen?
Sollte sich der deutsche Rekordmeister entgegen aller derzeitigen Erwartungen für einen Verkauf von Luis Diaz (Vertrag bis 2029) öffnen, würde der Kolumbianer zum Rekordverkauf der Münchner aufsteigen.
Bisher hat der FC Bayern noch nie einen Spieler für mehr als 45 Millionen Euro verkauft. Sowohl Robert Lewandowski (zum FC Barcelona) als auch Matthijs de Ligt (zu Manchester United) und Lucas Hernandez (zu PSG) verabschiedeten sich einst für diese Summe aus der bayerischen Landeshauptstadt.
Luis Diaz würde diese bisherige Rekordsumme mit 70 Millionen Euro plus X um Längen übertreffen. Sollte der Kolumbianer am Ende tatsächlich zu Al Hilal wechseln, wäre er nach Neymar der zweitteuerste Zugang in der Vereinsgeschichte des 21-maligen saudischen Meisters. Aber noch können die Bayern-Fans unbesorgt sein.

Ähnlich wie bei Michael Olise denkt man an der Säbener Straße derzeit aber auch bei Diaz überhaupt nicht daran, den Leistungsträger abgeben zu wollen. Stand jetzt ist es also eher unwahrscheinlich, dass die Münchner dem Werben aus der Wüste erliegen und Diaz gehen lassen. Das sollen die Bayern den Al-Hilal Vertretern offenbar auch bereits mitgeteilt haben. Aber ausgeschlossen ist im Fußball ja so gut wie nie etwas.
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