Neuer oder Urbig im Pokal im Tor? Kompany gibt die Antwort
Von Dominik Hager

Der FC Bayern blickt nach dem 3:1-Stolpersieg gegen St. Pauli dem Pokal-Duell mit Union Berlin entgegen. In den ersten beiden Runden gegen den SV Wehen Wiesbaden und den 1. FC Köln stand Jonas Urbig zwischen den Pfosten. Dies hat aber weniger damit zu tun, dass auch der Youngster Spielzeit erhalten soll, sondern lag an der Sperre von Manuel Neuer, der sich in der Vorsaison gegen Leverkusen einen Platzverweis eingefangen hatte.
Dass Urbig kein klassischer Pokal-Torhüter ist, wird aber aus der jüngsten Aussage von Vincent Kompany deutlich. Der Bayern-Coach hat schließlich angekündigt, dass Neuer am Mittwoch zwischen den Pfosten stehen wird. "Manu wird wieder im Tor stehen. Wir haben nicht über einen Pokaltorwart gesprochen. Wir werden sehen, wann wir Jonas Spielpraxis geben können, beide sind sich dessen bewusst", schilderte er im Rahmen der PK nach dem Spiel gegen St. Pauli.
Kompany möchte Neuer nach Patzern den Rücken stärken
Gewissermaßen ist die Entscheidung von Kompany verständlich. Nach den jüngsten Patzern von Neuer, möchte er diesen natürlich auch stärken und Rückendeckung verleihen. Stellt er in dieser Phase in einem K.o.-Spiel Urbig ins Tor, würde das auch mit einem medialen Echo einhergehen. Sieht man sich den deutlichen Vorsprung der Bayern in der Bundesliga-Tabelle an, dürften noch genug Spiele für Urbig rausspringen.
Dies entspricht auch dem Plan von Kompany. "Ich habe dafür keinen festen Zeitplan, es geht um das Gefühl. Wir wollen seine Integration weiter vorantreiben - im Moment sind wir zufrieden mit ihm", untermauerte er. In der laufenden Saison hat Urbig erst drei Einsätze erhalten, die jedoch bis auf eine Ausnahme praktisch unabdingbar waren, weil Neuer gesperrt fehlte. Ein wenig mehr Spielzeit hätte sich der 22-Jährige wohl schon erwartet. Urbig gilt als potenzieller Neuer-Nachfolger und steht wohl deutlich höher im Kurs als der noch an den VfB Stuttgart verliehene Alexander Nübel.
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