Neue Trainerdiskussion bei Borussia? Das sagt Präsident Bonhof
Von Jan Kupitz

Der anfängliche Hype um Eugen Polanski ist mittlerweile merklich abgeflacht. Nach nur fünf Punkten aus den letzten sieben Spielen muss Borussia Mönchengladbach den Blick wieder nach unten richten - und nun wartet mit Leverkusen, Frankfurt, Freiburg, Union und Bayern auch noch ein anspruchsvolles Programm.
Die Sport Bild berichtete in dieser Woche, dass Polanski aktuell zwar noch die Rückendeckung von Vorstand, Mannschaft und Fans spüre. Doch gleichzeitig habe der Trainer für die nächsten Spiele klare Vorgaben an die Hand bekommen. Kann er diese nicht erfüllen, dürfte am Niederrhein die nächste Trainerdiskussion hochkochen.
An Polanski "gibt es keine Zweifel"
Borussia-Präsident Rainer Bonhof betonte im Interview mit der RP allerdings nun, dass er großes Vertrauen in Polanski habe: "Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft verstanden hat, worum es geht. Sie wird sich da rausarbeiten, das erwarte ich. Am Trainer gibt es keinen Zweifel. Wir wissen natürlich, dass Eugen ein junger Kerl ist, aber er bringt trotzdem viel Erfahrung im Business mit. Ich bin überzeugt, dass er diese Flaute jetzt gemanagt bekommt."
"Auch wenn die Spielleistungen aktuell nicht für uns sprechen, finde ich, dass es insgesamt gut gelaufen ist. Vielleicht haben einige nach der Super-Serie im November gedacht, wir wären schon weiter. Aber in den letzten Spielen hat man gemerkt: Es liegt noch Arbeit vor uns, Selbstvertrauen und Selbstverständnis fehlen derzeit", ordnete Bonhof die aktuelle Situation ein.
Für den 73-Jährigen ist es vor allem ein mentales Problem des Teams, das Polanski derzeit bewältigen muss: "Fußball spielt sich eben auch zwischen den Ohren ab. Der Schlüssel wird sein, diese Dinge auszuräumen, um wieder überzeugt auf dem Platz die Leistung abzurufen, zu der wir fähig sind. Bestes Beispiel war das erste Heimspiel gegen Augsburg. Da waren wir alle angetan. Solche Spiele sind für mich ein Maßstab, was die Mannschaft kann."
Bonhof mit Transferphase zufrieden
Mit der zurückliegenden Transferperiode zeigte Bonhof sich sehr zufrieden. Der Präsident attestierte Rouven Schröder und seinem Team eine "top Arbeit". "Insgesamt passt doch alles, auch von der Philosophie her, weil wir jüngere Spieler geholt haben. Jetzt müssen wir sehen, wie sich das Paket in der Mannschaft durchsetzt", so Bonhof weiter. "Wir sind auf den Positionen, auf denen wir aktuell Vakanzen hatten, jetzt gut besetzt. Und es kommen noch Verletzte zurück. Jetzt liegt es an der Mannschaft, das auf den Platz zu bringen. Wir schauen, was in den nächsten Wochen passiert."
Den Verantwortlichen war es insbesondere wichtig, Polanski eine Palette an die Hand zu geben, "aus der er auswählen kann". Denn Bonhof gab zu, dass man bei Robin Hack und auch Tim Kleindienst nicht damit gerechnet hatte, dass sie so lange ausfallen. Auch Nathan Ngoumou fällt noch eine Weile aus. "Da mussten wir Eugen neue Optionen an die Hand geben. Das haben wir mit den Verpflichtungen getan", unterstrich Bonhof zufrieden.
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