Enthüllt: Ab wann Polanski um seinen Job zittern muss

Eugen Polanskis Stuhl bei Borussia Mönchengladbach beginnt schon zu wackeln. Vom Verein hat er jetzt deutliche Vorgaben für die nächsten Spiele bekommen.
Eugen Polanski muss in den nächsten Spielen liefern
Eugen Polanski muss in den nächsten Spielen liefern / Christian Verheyen/GettyImages
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Der positive Effekt aus den Anfangstagen von Eugen Polanski als Trainer von Borussia Mönchengladbach ist längst verpufft. Mittlerweile warten die Fohlen seit vier Spielen auf einen Sieg und der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch drei Punkte.

Die Lage bleibt also weiterhin ernst am Niederrhein – und das, obwohl man sich gerade zur Mitte der Hinrunde eigentlich schon in sicheren Gefilden wähnte. Das erneute Abrutschen in den Abstiegskampf hat dabei gleichzeitig auch wieder eine kleine Polanski-Diskussion entflammt.

Deutliche Vorgaben

Die Sport Bild berichtet, dass der 39-Jährige innerhalb des Vereins inzwischen umstrittener diskutiert wird. Allerdings genießt er aktuell noch die Rückendeckung von Vorstand, Mannschaft und Fans. Dennoch hat er für die nächsten Spiele klare Vorgaben an die Hand bekommen – erfüllt er diese nicht, könnte es das für Polanski gewesen sein.

Zu diesen Vorgaben zählen unter anderem ein klarer spielerischer Ansatz sowie eine Stringenz bei den Einwechselungen. Zudem soll die Abhängigkeit von Einzelspielern wie Moritz Nicolas und Haris Tabakovic reduziert werden, um das Team nicht mehr so leicht ausrechenbar zu machen.

Haris Tabakovic
Haris Tabakovic erzielte bislang 41,6 Prozent aller Gladbacher Treffer / Christian Verheyen/GettyImages

Damit hängt auch ein weiterer Kritikpunkt zusammen: Die Entwicklung der Einzelspieler. Unter Polanski hätten sich zu wenige Profis weiterentwickelt. Das ist für Gladbach ein Problem, schließlich sind Leistungssprünge oder -explosionen essenziell, um im Sommer hohe Ablösen zu generieren.

Ein schwieriger Spagat

Innerhalb des Vereins sei man sich allerdings auch bewusst, dass das größte Problem der Kader sei, schreibt die Sport Bild weiter. Abgesehen vom aktuell verletzten Kapitän Tim Kleindienst gibt es zu wenige Persönlichkeiten im Kader.

Und so landet man wieder bei Polanski und der Spielerentwicklung. Denn aufgrund dem strickten Sparplan, den der Vorstand vorgegeben hat, müssen sich die Fohlen im Sommer das notwendige Transferbudget durch Verkäufe selbst zusammensparen.

Dafür braucht es jedoch deutliche Leistungssprünge der einzelnen Spieler. Hier kommt Polanski ins Spiel, der also den schwierigen Spagat bewältigen muss, sowohl genug Punkte zu holen, als auch die Spieler weiterzuentwickeln, um im Sommer ausreichend handlungsfähig zu sein.

Den ersten Schritt in diesem Drahtseilakt muss er am Samstag gehen. Dann gastiert Bayer Leverkusen im Borussia-Park – also genau der Gegner, gegen den Polanski in der Hinrunde sein Debüt feierte. Ein gutes Omen?


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