Skip to main content

Neue Chance für Sommer-Zugang? So könnte der Effzeh Skhiri ersetzen

Ellyes Skhiri wird dem 1. FC Köln lange fehlen. So könnten die Geißböcke den schwerwiegenden Ausfall im Mittelfeld auffangen.
VonFranz Krafczyk
Ellyes Skhiri hat sich im Rheinderby schwer verletzt
Ellyes Skhiri hat sich im Rheinderby schwer verletzt | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Dem 1. FC Köln ist mit dem Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach ein wichtiger Befreiungsschlag geglückt, doch die Geißböcke haben diesen teuer bezahlt: Beim 2:1-Erfolg gegen den Rivalen zog sich Ellyes Skhiri einen Riss der Syndesmose zu.

Der Tunesier wird mehrere Monate ausfallen und in diesem Kalenderjahr damit nicht mehr zum Einsatz kommen können. Nach den beiden Sturm-Ausfällen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache reißt das die nächste Lücke in die Startelf von Effzeh-Trainer René Wagner. Dadurch stellt sich automatisch die Frage: Wie soll Skhiri nun also ersetzt werden?

Immerhin: Anders als im Sturm stehen Wagner für das zentrale Mittelfeld Alternativen zur Verfügung. Für den defensiveren Part auf der Doppelsechs neben Isak Johannesson kommt in erster Linie Tom Krauß infrage. Der 25-Jährige kam am Sonntag zur Pause für den verletzten Skhiri in die Begegnung und wurde im zweiten Durchgang zu einem der stärksten Spieler auf dem Platz.

Tom Krauß gehört zu den Kölner Derbyhelden
Tom Krauß gehört zu den Kölner Derbyhelden | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Aufgrund seiner Zweikampfstärke tat er seiner Mannschaft gut - vor allem, als es darum ging, die 2:1-Führung über die Zeit zu bringen. In der 88. Minute bewahrte er die Kölner mit einer Rettungsaktion beim Schuss von Zento Uno vor dem Gegentreffer. Für diese Leistung gab es von Wagner nach dem Spiel (via kicker) ein Sonderlob: "Tom ist ein Spieler, der sich in alles reinschmeißt, der sich für die Mannschaft aufopfert. Das hat er wieder gemacht."

"Wir wollten versuchen, von Anfang an aggressiv nach vorn zu spielen. Auch deswegen habe ich mich für Isak entschieden, ein Spieler, der im Gegensatz zu Tom vielleicht den einen oder anderen Moment mehr im Spiel findet, um vorwärtszulaufen", erklärte Wagner die Entscheidung, Johannesson Krauß vorzuziehen.

Profitiert Okon-Engstler? Effzeh mit Entwicklung zufrieden

Im zweiten Durchgang spielten beide, was auch das geeignete Modell für die kommenden Wochen und Monate sein dürfte. Allerdings könnten vom Skhiri-Ausfall auch andere profitieren, beispielsweise Paul Okon-Engstler.

Der Australier kam im Sommer nach Köln und stand in den ersten beiden Saisonspielen in der Startelf, fiel dann zwischenzeitlich aber sogar aus dem Kader und saß gegen Gladbach dann wieder 90 Minuten lang auf der Bank. Laut kicker sind die Verantwortlichen mit der Entwicklung des 21-jährigen Sechsers zufrieden, wollen ihm aber die notwendige Eingewöhnungszeit geben.

Daher ist nicht auszuschließen, dass in manchen Partien Okon-Engstler den Platz von Skhiri vor der Abwehr einnehmen darf. Dann müsste Wagner aber wohl Krauß wieder auf die Bank setzen.


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu