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Derby-Schock trübt Feststimmung: So lange fehlt Skhiri dem 1. FC Köln

Bitterer Wermutstropfen nach dem Derbysieg gegen Gladbach: Der 1. FC Köln muss monatelang auf Ellyes Skhiri verzichten, der sich am Sprunggelenk schwer verletzte.
VonMoritz Jonas
Knickte kurz vor der Halbzeitpause unglücklich um und musste vom Platz getragen werden: Ellyes Skhiri
Knickte kurz vor der Halbzeitpause unglücklich um und musste vom Platz getragen werden: Ellyes Skhiri | Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages

Der Jubel im RheinEnergieStadion kannte am Sonntagabend eigentlich keine Grenzen: Mit einem emotionalen 2:1-Erfolg im 101. Rheinderby gegen den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach verdarb der 1. FC Köln Gladbachs neuem Übungsleiter Alexander Blessin den Einstand gründlich. Mann des Abends war Neu-Nationalspieler Said El Mala, der die Geißböcke zum prestigeträchtigen Heimsieg schoss.

Doch die ausgelassene Kölner Derby-Party wurde von einer extrem bitteren Hiobsbotschaft überschattet: Leistungsträger Ellyes Skhiri verletzte sich kurz vor dem Pausenpfiff schwer und wird dem Team von Trainer René Wagner wohl für den gesamten Rest des Jahres 2026 fehlen.

Neuhaus bleibt fair

Es lief die Nachspielzeit des ersten Durchgangs beim Stand von 1:1, als die Kölner Arena plötzlich verstummte. Gladbachs Florian Neuhaus ging an der Seitenlinie mit enormem Tempo in einen Zweikampf, blockte zunächst das Spielgerät, traf Skhiri im Nachrutschen jedoch unglücklich und mit voller Wucht am Knöchel.

Der tunesische Mittelfeldstratege knickte heftig um, blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen und musste schließlich unter großem Applaus per Trage vom Feld transportiert werden. Neuhaus zeigte sich unmittelbar nach der Szene tief betroffen und entschuldigte sich sofort bei seinem Gegenspieler.

Diagnose noch am Abend: Sprunggelenk kaputt

Für den 31-Jährigen ging es noch während des laufenden Spiels direkt in die Kölner MediaPark-Klinik, wo eine MRT-Untersuchung am späten Sonntagabend Gewissheit brachte.

Wie die Kölner offiziell bestätigten, zog sich der Sechser eine schwere Verletzung am Sprunggelenk zu. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll sich Skhiri unter anderem einen Bänderriss zugezogen haben – gleichbedeutend mit einer monatelangen Zwangspause.

Derbysieg für den "Flaco"

In der Kabine sorgte das Drama um den Vize-Kapitän für eine bemerkenswerte Reaktion. "Nachdem sich Ellyes verletzt hat, haben wir uns in der Kabine geschworen, dass wir den Sieg jetzt für ihn holen", verriet Matchwinner El Mala nach dem Schlusspfiff. Nach dem Abpfiff posierte die gesamte FC-Mannschaft geschlossen mit Skhiris Trikot mit der Rückennummer 6 und schickte ein Mutmacher-Foto samt Genesungswünschen direkt an den Pechvogel.

"Es tut mir unheimlich leid für Flaco. Der Sieg ist ganz klar auch für ihn", betonte auch Tom Krauß, der unmittelbar nach dem Seitenwechsel für Skhiri in die Partie gekommen war.

Für die Kölner wiegt der Ausfall sportlich tonnenschwer. Erst im August war der Publikumsliebling nach drei Jahren bei Eintracht Frankfurt ablösefrei ans Geißbockheim zurückgekehrt und hatte sich auf Anhieb wieder als Taktgeber im defensiven Mittelfeld unentbehrlich gemacht.


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