Als der FC Bayern München im Sommer 2020 die ablösefreie Verpflichtung von Tanguy Nianzou von Paris Saint-Germain bekannt gab, war die Euphorie riesengroß. Eigentlich sollte das damals gehypte Mega-Talent die Rolle einnehmen, die in München jetzt Dayot Upamecano spielt.
Doch daraus wurde nichts: Der junge Franzose bekam beim Rekordmeister einfach die Füße nicht auf den Boden und nach zwei eher enttäuschenden Jahren zog Nianzou im Sommer 2022 für 16 Millionen Euro zum La Liga-Klub FC Sevilla weiter. Nun hat Nianzou nach vier Jahren in Spanien einen neuen Klub und wechselt in die französische Ligue 1.
Nianzou heuert in Ligue 1 an
Wie der französische Erstligist LOSC Lille vor einigen Stunden offiziell mitteilte, konnte Tanguy Nianzou mit einem Vertrag bis 2028, der eine Option auf eine weitere Saison beinhaltet, verpflichtet werden. Für Nianzou wird demnach keine Ablösesumme fällig.
"Das Wichtigste für mich ist, mein volles Selbstvertrauen und mein Lächeln zurückzugewinnen [...]."Tanguy Nianzou über Lille-Wechsel
Le LOSC officialise aujourd’hui l’arrivée au Club de Tanguy Nianzou. Le défenseur franco-ivoirien a paraphé un contrat de 2 saisons (+ 1 en option) et évoluera sous les couleurs lilloises la saison prochaine ! 🤩
— LOSC (@losclive) July 18, 2026
Bienvenue à Lille Tanguy ! ❤️
Le communiqué de presse 👉… pic.twitter.com/ZbMFQWKyws
Nianzou fand nach dem Deal emotionale Worte. "Das Gefühl, das heute überwiegt, ist wirklich Freude", so der ehemalige Bayern-Flop.
"Ich bin sehr glücklich, diese Gelegenheit gehabt zu haben, beim LOSC zu unterschreiben, den ich als den idealen Verein für die nächste Etappe meiner Karriere betrachte und der ein perfektes Umfeld bietet, um mich weiterzuentwickeln."
Neustart eines gescheiterten Toptalents
Nianzou sieht den Wechsel in seine französische Heimat als große Chance, noch einmal auf sich aufmerksam zu machen. "Das Wichtigste für mich ist, mein volles Selbstvertrauen und mein Lächeln zurückzugewinnen, Spielzeit zu bekommen und dadurch der Mannschaft zum Sieg verhelfen zu können [...] Ich freue mich außerdem, nach Frankreich zurückzukehren, in das Land, in dem ich geboren wurde und in dem ich das Fußballspielen gelernt habe. Ich freue mich sehr darauf, meine Mannschaftskameraden sowie die Fans kennenzulernen.“

Bei Sevilla kam der mittlerweile 24-Jährige in der abgelaufenen Saison nur zu zwölf Ligaeinsätzen und insgesamt nur 646 Einsatzminuten. Nun soll es wieder bergauf gehen.
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