Es war erneut eine Enttäuschung, die die deutsche Nationalmannschaft erlebte. Gegen Paraguay schied die Mannschaft nach einer schlechten Leistung nach Elfmeterschießen aus. Damit bleibt der letzte Sieg in einem K.o.-Spiel bei der WM der Finalsieg gegen Argentinien 2014.
Viel Kritik gab es auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann, der jedoch ankündigte, nicht zurücktreten zu wollen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist davon kein Fan.
Matthäus hofft auf Trainerwechsel
"Es muss nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen. Das war einfach zu viel."Lothar Matthäus (Bild)
Gegenüber der Bild erklärte er: "Im jetzigen Moment fehlt mir die Fantasie, wie es mit Nagelsmann weitergehen kann." Es müsse "nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen. Das war einfach zu viel", ergänzte der 65-Jährige.
Nach Mats Hummels ist der Weltmeister von 1990 der zweite Experte, der in aller Deutlichkeit Nagelsmann in aller Deutlichkeit kritsisiert und auf einen Neuanfang unter einem anderen Trainer hofft.
Streitereien innerhalb der Mannschaft?
"Dann geht es um Reisemöglichkeiten, um Hotelbuchungen (...). Das ist in den letzten zwei Wochen nie in den Medien erschienen, aber ich weiß, dass es ein Thema war und der eine sauer war auf den anderen."Lothar Matthäus (Bild)
Dabei machte Matthäus auch Andeutungen über eine angespannte Stimmung innerhalb der Mannschaft – und zog dabei Parallelen zum WM-Aus 1994. "Es waren viele Schlagzeilen in der Zeitung, das kenne ich von 1994", erklärte er und ergänzte: "Ich weiß nicht, warum man die ganzen Familien von Anfang an dabei haben muss nach jedem Spiel. Dann geht's um Reisemöglichkeiten, um Hotelbuchungen – das war doch alles Thema in der Mannschaft. Das ist in den letzten zwei Wochen nie in den Medien erschienen, aber ich weiß, dass es ein Thema war und der eine sauer war auf den anderen."
"Es gab viel Unruhe, es gab nicht den Fokus auf die WM. Die waren keine zwei Wochen in Amerika, und schon waren wieder die ganzen Familien dabei."Lothar Matthäus (Bild)
Matthäus störte dabei vor allem der Zeitpunkt, an dem die Familien nachgekommen waren. "Beim einen durfte die Mama mitfliegen, beim anderen die Frau oder die Kinder – und die anderen mussten mit der Linienmaschine fliegen. Es gab viel Unruhe, es gab nicht den Fokus auf die WM. Die waren keine zwei Wochen in Amerika, und schon waren wieder die ganzen Familien dabei", monierte der 65-Jährige.
Matthäus selbst hatte für dieses Thema eine ganz einfache und klare Meinung: "Die können einfliegen nach dem Viertelfinale, wenn die Mannschaft was geleistet hat."
Weitere News rund um die Nationalmannschaft lesen:
